Haus der Wildnis: Erste Blicke in die neue Ausstellung. Politprominenz besuchte das Haus der Wildnis. Kooperation von Wildnis- gebiet mit der Steiermark ist in Planung.

Von Claudia Christ. Erstellt am 16. März 2021 (13:18)

Im Haus der Wildnis im Ortszentrum von Lunz gehen die Arbeiten ins Finale. Die Installation der Ausstellung im Kellergeschoss ist bald fertig und auch der Eingangsbereich hat in den letzten Tagen mit Kassenbereich und dem Tourismusbüro Formen angenommen.

Bis zur geplanten Eröffnung Ende Mai wird es möglich sein, hier auf 700 m 2 Ausstellungsfläche den Besuchern einzigartige Einblicke in den Urwald zu ermöglichen. Eine Mischung aus modernen Medien, Virtual Reality und interaktiven Stationen macht das möglich.

Einen ersten Eindruck von der beinahe fertigen Ausstellung konnten sich am Samstag bereits hochrangige Politiker machen. Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Elisabeth Köstinger, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sowie die beiden steirischen Landesräte Johann Seitinger und Ursula Lackner gaben sich ein Stelldichein.

„Dieses Gebiet ist absolut schützenswert. Ich hoffe daher auf eine länderübergreifende Einigung, damit es uns gelingt, diesen Naturschatz zu bewahren.“ Elisabeth Köstinger, Bundesministerin

Im Hintergrund des steirischen Besuches steht eine geplante Kooperation des niederösterreichischen Wildnisgebietes Dürrenstein mit dem steirischen Lassingtal. „Allein vertragliche Einzelheiten müssen noch geklärt werden“, hieß es am Samstag bei der Begehung. Es fehlen noch letzte Verhandlungen, aber dann sollte der Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und der Steiermark nichts mehr im Wege stehen. Damit könnte das Wildnisgebiet, das seit 2017 Weltnaturerbe ist, von 3.500 Hektar sogar doppelt so groß werden.

Beeindruckt vom Baufortschritt seines Herzensprojektes zeigte sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, er betonte: „Die Sehnsucht für die Ursprünglichkeit der Natur ist durch die Pandemie noch weiter gestiegen. Mit dem Wildnisgebiet haben wir dafür ein absolutes Juwel von internationalem Rang, und mit unserem ‚Haus der Wildnis‘ schaffen wir dafür eine Anlaufstelle und einen Ausgangspunkt für Wanderungen und Expeditionen. Zudem ist dieses Zentrum ein perfektes Beispiel für eine gelungene Ortskernbelebung und eine erfolgreiche Regionalentwicklung.“

Insgesamt sechs Millionen Euro fließen in das neue Naturkompetenzzentrum, 2,5 Millionen konnten durch Spenden aufgebracht werden.

Als Vertreterin der Österreichischen Bundesforste hofft auch Ministerin Elisabeth Köstinger, dass es zu der Erweiterung des Wildnisgebietes kommt.

„Dieses Gebiet ist absolut schützenswert. Es ist schön, dass es eine so große Fläche noch gibt, die ein reines Wildnisgebiet ist. Ich hoffe daher auf eine länderübergreifende Einigung, damit es uns gelingt, diesen Naturschatz zu bewahren. Das Haus der Wildnis wird Lunz über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen,“, gratulierte sie in Richtung Wildnisgebiet-Geschäftsführer Christoph Leditznig und seinem Team. „Nach zehnjähriger Planung und zwei Jahren Bauzeit haben wir uns mit unserem Baby auf die Ziellinie gebracht“, so Leditznig, „Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Eröffnung dieses Hauses noch im Mai durchführen können.“