Heizen: Geld sparen und Umwelt schonen. Heizen mit Pellets sowie Fahren mit Biomethan ist billiger und verursacht auch weniger Treibhausgasemissionen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Dezember 2019 (03:45)
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Beim Autofahren und Wohnen kann man den eigenen CO2-Fußabdruck verringern und gleichzeitig Geld sparen. Das berechneten Forscher des Kompetenzzentrums „Bioenergy and Sustainable Technologies“ (BEST) in Wieselburg. Biogas-Autos, Holzheizungen und Fernwärme seien derzeit besonders effektiv, berichten sie in der Studie „CO2-Einsparungskosten bei Mobilität und Wärmebereitstellung“.

Ein Team um Christoph Strasser von der BEST-Niederlassung in Wieselburg analysierte für Pkw, Busse, Lkw und den privaten Heizbedarf, wie man CO2-Emissionen einsparen kann und wie viel das kostet. Dabei stellte sich heraus, dass Klimaschutz nicht teuer sein muss – manchmal kann man dabei sogar Geld sparen

So könne man bei LKWs und Bussen etwa mit reinem Biodiesel die CO2-Emissionen stark verringern – bei weitgehender Kostenneutralität. Bei PKWs wären mit Biomethan als Treibstoff sehr hohe CO2-Emissionen-Einsparungen erreichbar.
Ein Autofahrer, der im Jahr 15.000 Kilometer zurücklegt, würde jährlich fast 500 Euro weniger im Vergleich zum Dieselfahrzeug und knapp 300 Euro im Vergleich zum Benziner ausgeben müssen. Der Hemmschuh: Biomethan ist derzeit nur an wenigen Tankstellen erhältlich.

Elektroautos hätten sogar noch weniger CO2-Emissionen als Biogas-Karossen, allerdings müsse man sie dazu zumindest mit dem aktuellen österreichischen Strommix betreiben, der einen hohen Anteil aus erneuerbaren Quellen hat. Noch besser wäre reiner Ökostrom. Tankt man sie hingegen mit Kohlestrom, wären Elektromobile kaum besser als Benziner oder Dieselfahrzeuge.
Weg von Ölheizungen macht sich bezahlt

Beim Eigenheim wäre ein Umstieg von alten Ölheizungen auf feste erneuerbare Brennstoffe wie Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets sinnvoll. Damit würde man in einem unsanierten Einfamilienhaus aus den 80er-Jahren die Treibhausgasemissionen pro Jahr um 14 Tonnen reduzieren und jährlich bis zu 550 Euro sparen. „Die höheren Investitionskosten werden durch geringere Betriebskosten langfristig kompensiert“, so die Forscher. Die Variante biogene Nahwärme besitze hohes Einsparungspotenzial bei den Emissionen, verbunden mit einer Kostenreduktion – ist aber nicht überall erhältlich.

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