Eine Purgstallerin in Bangkok. Nina Fehringer verbrachte als Studentin an der Bangkok University ein Auslandssemester in 8-Millionen-Metropole.

Von Karin Katona. Erstellt am 08. Februar 2020 (04:34)
Nina Fehringer vor einer Tempelanlage in Chiang Mai.
Karin Heigl

In die Ferne hat es sie schon immer gezogen. „Bereits als Jugendliche bin ich gern gereist, wollte so viel wie möglich von der Welt sehen“, sagt die 20-jährige Nina Fehringer aus Purgstall. Aber reisen allein reicht ihr nicht.

Und weil für ihr Studium Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein ein Auslandssemester vorgegeben ist, ergriff die Studentin die Gelegenheit und wagte es, auch einmal das Leben in einem fernen Land zu versuchen – in ihrem Fall, sehr fern. „Asien hat mich schon immer interessiert. Und als ich dann die Gelegenheit bekam, ein Semester nach Thailand zu gehen, habe ich mir gedacht: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Der Campus der University of Bangkok, wo Nina Fehringer ihre Vorlesungen besuchte, liegt auf einer Fläche von 15.000 m2 innerhalb der thailändischen Hauptstadt.

Mehr als acht Millionen Einwohner leben in Thailands pulsierender Metropole. Dennoch, sagt Nina Fehringer, habe sie am meisten das friedvolle Miteinander der Menschen beeindruckt: „Menschen der verschiedensten Religionen leben hier friedlich zusammen. Und alle verehren ihren König sehr. Sein Bild ist überall zu sehen.“
Friedlich seien die Menschen in der „Stadt der Engel“, wie Bangkok auch genannt wird, auch gegenüber Fremden: „Ich habe mich auch in den belebtesten Straßen und im ärgsten Gedränge auf den Märkten immer sicher gefühlt.“ Apropos Märkte: Die wird sie vermissen. „Die Atmosphäre auf den Märkten. Das Streetfood an den Ständen, wo es überall so gut duftet und unglaublich gut schmeckt.“

Neben dem Studieren an der Bangkok University International (Bild oben) blieb für Nina Fehringer auch Zeit, die Stadt und das Land zu erkunden. 
Karin Heigl

Neben dem Studium an der Uni erkundete Nina Fehringer die Stadt, wo es ihr auch die abwechslungsreichen Viertel angetan hatten: „Jedes Viertel steht für sich, bringt seine eigenen Facetten in die Gesamtheit der Stadt mit ein. Am besten hat mir die Atmosphäre von Chinatown gefallen.“

In der lernfreien Zeit hat sie mit einer Studienfreundin auch Ausflüge an die schönsten Strände und ins Landesinnere unternommen. Was die Studentinnen immer wieder beeindruckte: „Die Tempelanlagen sind unglaublich prächtig und riesengroß. An den großen Tempeln, vor allem Wat Pho und Wat Arun in Bangkok, kommt man als Tourist nicht vorbei.“

Das Leben in Bangkok hatte für die Studentin aber auch weniger angenehme Seiten – vor allem klimatische: „Das tropische Klima und die hohe Luftfeuchtigkeit sind am Anfang gewöhnungsbedürftig. Aber man ist darauf eingestellt, wenn man nach Thailand fährt. Schlimmer sind die durch Klimaanlagen extrem abgekühlten Räume.“

Doch auch aus anderen Gründen weiß sie die Heimat jetzt wieder mehr zu schätzen. „Meine Zeit in Bangkok war eine wunderbare Erfahrung. Aber es hat mir auch bewusst gemacht, wie gut wir es hier haben: Gute Luft, reines Wasser und genug davon für jeden – das sind Dinge, die für uns viel zu selbstverständlich sind.“