20 Monate altes Mädchen gefunden. Ein Happy End gab es am Samstagabend bei einer großen Suchaktion nach einem 20 Monate altem Mädchen in Göstling. Polizeihund "Brick Retrobelge" hatte dabei den richtigen "Riecher".

Von Christian Eplinger. Erstellt am 12. September 2020 (13:02)
Diensthund "Brick Retrobelge" hatte den richtigen Riecher und fand das 20 Monate alte Mädchen in einem Bach sitzend rund einen Kilometer entfernt vom Elternhaus.
Gila Wohlmann

Es gibt wohl wenig schlimmere Szenen, als wenn man nach Hause kommt, und die 20 Monate alte Tochter ist auf einmal spurlos verschwunden. So geschehen am Samstagabend in Göstling.

Eine 40-jährige Mutter aus Göstling fuhr am Freitagnachmittag in den Ort, um einzukaufen. Ihre 20 Monate alte Tochter blieb bei ihrem Mann und der Großmutter zu Hause. Als die Mutter gegen 18.20 Uhr nach Hause kam, glaubte sie die Tochter bei der 79-jährigen Großmutter im alten Bauernhaus, das direkt neben dem Wohnhaus der Göstlinger Familie liegt. Doch als sie eine halbe Stunde später die Tochter abholen wollte, stellte sie fest, dass sie nicht dort war. 

Sofort suchten die Mutter und der Vater das landwirtschaftliche Anwesen samt das Wohnhaus fieberhaft nach der kleinen Tochter ab. Auch die Nachbarn wurden befragt.  Da die Tochter aber nicht zu finden war und es bereits dunkel war, alarmierten sie Feuerwehr und Polizei.

Unter Leitung der Beamten der Streife Lunz und später von Bezirkspolizeikommandanten Major Thomas Heinreichsberger wurde sofort eine große Suchaktion eingeleitet, bei der insgesamt 54 Mann der Feuerwehren Göstling inklusive Zug Hochreith sowie St. Georgen am Reith, fünf Mann der Hundestaffel der Bergrettung NÖ, das Rote Kreuz Gaming, der Polizeihubschrauber Libelle FLIR samt Wärmebildkamera, zwei Diensthundestreifen der Polizei sowie sechs Beamte aus den Bezirken Scheibbs und Amstetten im Einsatz waren.

Dank dem richtigen Riecher von Polizeihund "Brick Retrobelge" konnte das Mädchen knapp eineinhalb Stunden nach Verständigung der Polizei rund einen Kilometer vom Elternhaus entfernt gefunden werden. 

Das Mädchen saß in einem Bachbett und schlief. Es war zwar stark durchnässt aber unverletzt und konnte von den Beamten den überglücklichen Eltern übergeben werden.

"Aufgrund der tollen Einsatzbereitschaft aller beteiligten Organisationen wurde der Einsatz rasch und engagiert sowie mit guter Zusammenarbeit abgewickelt. Der Dank gilt allen Beteiligten", freut sich Bezirkspolizeikommandant Major Thomas Heinreichsberger über das Happy End.