Neue Leitung für Betriebskapelle Brauerei Wieselburg: . Generationswechsel bei der Betriebskapelle der Brauerei Wieselburg: Johannes Distelberger übergibt musikalische Leitung nach 20 Jahren an Manuel Schachinger.

Von Anna Faltner. Erstellt am 03. Juni 2021 (10:37)
Taktstockübergabe im kleinen Rahmen (von links): 2. Obmann-Stellvertreter Herbert Hauer, Obmann und Braumeister Christian Huber, der scheidende Kapellmeister Johannes Distelberger, Neo-Kapellmeister Manuel Schachinger und 1. Obmann-Stellvertreter Manfred Nurscher. : Anna Faltner
Anna Faltner

„Von Freund zu Freund“ heißt eine sehr bekannte Polka von Martin Scharnagl. Und die beschreibt die Taktstockübergabe bei der Betriebsmusikkapelle der Brauerei Wieselburg, die offiziell mit 1. Juni erfolgt ist, recht gut. Nach 20 Jahren übergab Johannes Distelberger die musikalische Leitung an seinen langjährigen Musikkollegen Manuel Schachinger. Vorerst im ganz kleinen Rahmen. Wie Obmann Braumeister Christian Huber festhält, soll es zu einem späteren Zeitpunkt aber eine gebührende Verabschiedung für Distelberger sowie eine offizielle Übergabe geben.

20 Jahre im Amt

20 erfolgreiche Jahre sprechen für den Direktor der Musikschule Wieselburg. Fernsehfrühschoppen, zwei CD-Aufnahmen, 20 Weihnachtskonzerte und Auftritte in Bad Ischl oder Ungarn sind nur wenige der vielen Highlights, die Distelberger als musikalischer Leiter der Betriebsmusikkapelle miterlebt und federführend mitgestaltet hat. „Das alles waren wunderschöne Momente, die ich nicht missen möchte“, sagt der scheidende Kapellmeister, der der Kapelle als Musikant auf der Trompete natürlich noch erhalten bleibt.

Die Obleute zollten Johannes Distelberger bei der Taktstockübergabe großen Respekt. „Er hat in diesen 20 Jahren die Brauereikapelle zu einem tollen Aushängeschild der Brauerei Wieselburg geformt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das musikalische Spektrum der Kapelle von der traditionellen Blasmusik weiter zu klassischen Konzerten bis hin zu modernen Stücken der Filmmusik“, betonte Obmann Christian Huber.

Wie man die Kapelle perfekt zur Brauunion ergänzen kann? „Man schaut, dass die Musik mindestens so gut ist wie das Bier“, verrät Distelberger. Die beiden Obmann-Stellvertreter Manfred Nurscher und Herbert Hauer ergänzten: „Hier gilt es fortzusetzen und das Erreichte zu festigen. Natürlich wird auch unser Kapellmeister Manuel Schachinger neue musikalische Schwerpunkte setzen.“

Spielbetrieb soll so bald wie möglich starten

Der 38-jährige Waldhausner (Strudengau) lernte die Betriebsmusikkapelle durch seine Freundschaft mit Johannes Distelberger kennen. „Für mich ist das alles natürlich noch sehr neu. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung, das wird bestimmt spannend. Durch meine Tätigkeiten als Kapellmeister in Waldhausen und Musikschullehrer weiß ich, dass ich ein gut bestelltes Haus übernehme“, ist Manuel Schachinger überzeugt. Seine ersten Registerproben hat der Musikschullehrer für tiefes Blech bereits am Dirigentenpult absolviert. So bald wie möglich will er den Spielbetrieb wieder ganz aufnehmen und die ersten Auftritte mit der 56-köpfigen Betriebsmusikkapelle planen.