Quartett langte bei Einbrüchen zu

60 Mal sollen Rumänen in Firmen eingestiegen sein. Gericht präsentiert Rechnung.

Erstellt am 06. Oktober 2018 | 04:00
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Symbolbild Einbruch Einbrecher Diebstahl
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Von Jänner bis Juli 2016 machten vier Rumänen Österreich unsicher, 60 Mal sollen sie laut Staatsanwaltschaft damals zugeschlagen und dabei einen Schaden von rund 126.000 Euro angerichtet haben. Gewerbsmäßig schwerer Einbruchsdiebstahl wird ihnen nun vorgeworfen in einem Prozess am Landesgericht.

Im Bezirk Melk sollen die Angeklagten in Waasen in eine Firma eingestiegen sein, im Bezirk Scheibbs in Thurhofwang und im Bezirk Amstetten in Wolfsbach und Weistrach. Bei ihren Coups sackten sie ein, was nicht niet- und nagelfest war. Motorsägen, Handy und Notebooks wechselten bei Einbrüchen genauso den Besitzer wie Kameras, Uhren und Bares. Auch Putzmittel standen in rauen Mengen auf der Liste der Begehrlichkeiten.

Schuldsprüche für alle vier Angeklagten

Ein 45-jähriger Angeklagter, er war hierzulande als Altkleidersammler tätig, soll der Chef der Kriminellen gewesen sein. Er kundschaftete laut Staatsanwaltschaft die Tatorte aus und ist teilweise geständig.

Die Beute in seiner Heimat verscherbelt haben soll ein 46-Jähriger. Er leugnet vehement. Seine beiden unbescholtenen Neffen (31 und 28 Jahre alt) hingegen geben zu, Schmiere gestanden zu sein.

Schuldsprüche setzt es für alle vier Angeklagten. Drei Jahre hinter Gittern fasst der 45-Jährige aus. 30 Monate gesiebte Luft kassierte der 46-Jährige. Die beide Brüder kommen mit 30 und 18 Monaten auf Bewährung davon. Die Urteile sind nicht rechtskräftig