Tierschutzvereine im westlichen NÖ: Ein Rundblick. Auch im Lockdown kümmern sich die Tierschutzvereine um ihre Schützlinge. Die Errichtung eines Tierheims im westlichen Niederösterreich würde man begrüßen.

Von Peter Führer. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:25)
Sabine Offenberger vom Tierschutzverein Ybbstal berichtet, dass derzeit kaum Tiere abgegeben werden.
privat

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Tierwelt aus. So schafften sich im Vorjahr während des Lockdowns etwa viele Menschen Katzen an. Hundehalter stehen bei verhängter Quarantäne wiederum vor dem Problem, mit ihrem Hund nicht Gassi gehen zu können. Hat sich das auf die Situation der Tierschutzvereine ausgewirkt und wurden mittlerweile mehr Tiere abgegeben?

Wie Christine Hausleitner vom Tierschutzverein Region Amstetten berichtet, sei die Lage nicht außergewöhnlich. „Interessant wird es aber dann ab dem Frühjahr. Ich befürchte, dass wir eine Flut an Baby-Katzen bekommen könnten, weil sich mehr Besitzer Tiere zugelegt haben. Und weil, auch aufgrund des aktuellen Lockdowns, viele Katzen noch nicht kastriert sind“, erklärt sie.

Generell wäre es hilfreich, wenn es auch im westlichen Niederösterreich ein Tierheim geben würde. Derartige Vorschläge seien in der Vergangenheit bei der Politik allerdings auf taube Ohren gestoßen. Die nächste Einrichtung befindet sich in St. Pölten. „Natürlich braucht man auch Platz, der Bedarf wäre jedenfalls da“, unterstreicht Hausleitner.

Margit Faffelberger (Tierschutzverein Pöggstall).
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Margit Faffelberger vom Tierschutzverein Pöggstall erklärt, dass Kastrationen in den Tierarztpraxen weiterhin durchgeführt werden und auch sollten. Verschiebungen könnten in den nächsten Wochen und Monaten nämlich zur Trächtigkeit bei Katzen führen. Derzeit sei man nicht überfüllt. „Was ich aber wahrgenommen habe, ist, dass Tierheime in ihrer Tätigkeit durch den Lockdown stark beschränkt sind. Die Vermittlungen sind schwierig“, weiß sie.

Auch im Ybbstal ist die Lage entspannt, wie Sabine Offenberger (Tierschutzverein Region Ybbstal) berichtet: „Der Hund ist das beste Mittel um ‚rauszudürfen‘. Es werden derzeit auch kaum Tiere abgegeben und viele Menschen nützen die Zeit zuhause für ihre Haustiere.“

Man müsse sich aber die interessierten Halter genau anschauen, um zu verhindern, dass Tiere unüberlegt angeschafft werden. Sie berichtet auch, dass der Lockdown auch zu schönen gegenseitigen Unterstützungen geführt habe. „Als eine Dame in Quarantäne musste, konnten wir als Verein jemanden organisieren, der mit dem Hund mehrmals täglich spazieren ging. Das hat super funktioniert“, sagt sie.

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