Tierquälerei: Kein Tatbestand festgestellt. Zwei Anzeigen wegen Tierquälerei im Bezirk. Amtstierarzt untersuchte die Fälle.

Von Karin Katona. Erstellt am 18. Mai 2015 (12:31)
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Aufsehen im Bezirk erregte eine Anzeige des „Verein gegen Tierfabriken“ gegen einen Puchenstubener Hundezüchter. Die Tierschützer beschuldigten den Züchter wegen grober Missstände bei der Haltung seiner Hunde – vier erwachsene Schäferhunde und sechs Welpen – der Tierquälerei.

„Kaninchen ohne Trinkwasser in Käfigen im eigenen Kot“

Ein Tatbestand, der laut Bezirkshauptmann Thomas Krenhuber nicht gegeben war: „Die Unterbringung der Tiere in einem umgebauten Stall entsprach nicht in allen Punkten dem Tierschutzgesetz. Dem Züchter wurde ein Mängelbehebungsauftrag erteilt, den wir sehr genau kontrollieren werden.“
 
Auch in einem zweiten Fall im Bezirk wurde der Amtstierarzt tätig. Alexandra Schügerl, Personal Trainerin aus Deutschland, hatte nach dem Besuch des Tierparks in Hochrieß in Purgstall gegen den Besitzer eine Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

„Kaninchen saßen ohne Trinkwasser in dunklen Käfigen im eigenen Kot. Daneben lag ein toter Artgenosse“, schilderte die Frau der NÖN, die mittlerweile im Internet auch eine Petition gegen die Tierhaltung im Wildpark Hochrieß gestartet hat, die am Montag schon 1.000 Unterstützer hatte.

Forderung nach „AUS des Quälens der Tiere als Spielzeug“

Dabei fährt sie mit schweren Geschützen gegen die Familie Distelberger auf: „Schluss mit Tierqäulerei im Wildpark Hochrieß! Wir fordern artgerechte Behandlung aller Tiere, Wasser, Hygiene, Aufhebung der Einzelhaft, regelmäßige Tierarztbetreuung u.-kontrolle! Ein AUS des Quälens der Tiere als Spielzeug (Hasen, Meerschweinchen)!“

So lautet der Text des Petitionsbriefes. Dieser wurde im Internet auf der weltweiten Petitionsplattform „change.org“, deren Hauptsitz in Deutschland ist, veröffentlicht ( <strong>erreichbar hier unter diesem Link</strong> ).
 
Amtstierarzt Martin Deinhofer hielt auch im Wildpark Hochrieß Nachschau und dementiert auch diese Anschuldigungen: „Zum Zeitpunkt meines Besuchs waren die angezeigten Zustände nicht gegeben. Die Ställe waren sauber, die Tiere hatten Trinkwasser.“