Kaninchen in Purgstall gequält und „entsorgt“. Grausiger Fund im Müllcontainer: Verendetes Kaninchen in verschmutztem Käfig mit mehreren Wunden von Messerstichen oder ausgedämpften Zigaretten.

Von Karin Katona. Erstellt am 24. Februar 2020 (15:43)
Dieses Kaninchen wurde offensichtlich von seinen Besitzern gequält und mitsamt Käfig bei einem Glascontainer abgestellt.
privat

Einen besonders grausamen Fall von Tierquälerei entdeckte eine Purgstallerin am Sonntag, 16. Februar, neben dem Altglascontainer an der PePurgstaller Petzelsdorferstraße. In einem völlig verschmutzten Käfig lag ein verendetes Kaninchen. Auf dem Rücken des Kaninchens waren Wunden zu sehen, die durch das Ausdämpfen von Zigaretten oder auch von Messerstichen stammen könnten.

Das Kaninchen lag auf einer sechs Zentimeter dicken Kotschicht, auch Tränke und Futterbehälter waren völlig verschmutzt. Woran das Tier verendet sein könnte, war nicht mehr festzustellen. Auch einen Hinweis auf die Menschen, die den Käfig beim Container abgestellt haben, gibt es nicht. Die geschockte Tierfreundin erstattete bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt wegen Tierquälerei und stellte Fotos des offensichtlich schon vor seinem Tod schwer vernachlässigten und misshandelten Tieres auf Facebook, mit der Bitte an andere User, die Fotos weiter zu verbreiten.

Der Beitrag wurde bis jetzt bereits mehr als 350 Mal geteilt und erhielt Kommentare von vielen entsetzten Usern. Dadurch stellte sich auch heraus, dass eine Zeugin im Vorbeifahren von der Straße aus den Käfig bereits am Tag zuvor gesehen hatte, ohne wahrzunehmen, dass sich darin ein Tier befand. Ob das Kaninchen schon früher ausgesetzt wurde und ob es zu dem Zeitpunkt, als der Käfig beim Container abgestellt wurde, noch gelebt hat, konnte im Nachhinein nicht mehr eruiert werden.

Durch den Facebook-Beitrag, der auch in der Facebook-Gruppe „Leben in Purgstall“ zu sehen ist, hofft die Purgstallerin, die Täter in Eigenregie zu überführen. Auch die Polizei Purgstall hofft bei der Ausforschung der Tierquäler auf Mitarbeit der Bevölkerung und bittet unter der Nummer 05913/3155-100 um zweckdienliche Hinweise.