Grestener Markus Prauchner: Auf der Straße fühlt er sich am wohlsten

Erstellt am 13. Mai 2022 | 15:15
Lesezeit: 3 Min
Am Lenkrad eines Busses hat Markus Prauchner sein Berufsglück gefunden, und das schon mit jungen 23 Jahren.
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Wenn Markus Prauchner von seinem Beruf erzählt, kommt er ins Schwärmen. „Ich habe meinen Traumjob als Buschauffeur gefunden“, meint er. Erstaunlich, denn der gebürtige Grestner, der jetzt in Purgstall seine Heimat gefunden hat, ist mit 23 Jahren der jüngste Busfahrer im Bezirk Scheibbs.

Noch vor ein paar Jahren hätte er sich selbst noch nicht vorstellen können, dass er einmal eine 60-köpfige Reisegruppe chauffiert. Denn ursprünglich hat der er seine Ausbildung in der Gastronomie begonnen. Nach Abschluss der Koch- und Kellner-Ausbildung im Gasthaus Kummer in Gresten und ein paar Monaten in der Produktion bei der Firma Welser suchte er nach einer neuen Herausforderung. „An einem Abend hab ich darüber mit meinen Freunden gesprochen. Danach ging mir der Beruf des Busfahrers nicht mehr aus dem Kopf und da war für mich auf einmal klar, das will ich machen.“

Unterstützung für sein Vorhaben hat er beim Reisbusexperten Brunner gefunden. 2019, mit 21 Jahren legte er seine Prüfung ab. Seither ist der Platz am Steuer eines Reisebusses sein größtes Glück: „Ich finde einfach alles toll an meinem Job. Er ist extrem abwechslungsreich, ich mag den Umgang mit den Leuten und die Herausforderungen, die bei einer Reise auf mich zukommen, je enger die Straßen umso spannender. Und außerdem lerne ich dadurch die Welt kennen.“

Die vergangenen zwei Jahre hat Corona aber der Reiselust des jungen Mannes einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt Fahrten mit dem Brunner-Bus standen Linienstrecken mit dem Postbus auf seinem Tagesplan: „Ich bin froh, dass ich das nun hinter mir lassen kann, und es nun mit dem Reisegeschäft wieder losgeht“.

Besonders stolz auf ihr jüngstes Mitglied im Team ist die Junior-Chefin, Anna Brunner. Die Marketingstudentin, sie hat selbst den Busführerschein erst vor zwei Jahren abgelegt, hat nur lobende Worte für ihren jungen Mitarbeiter: „Er ist immer freundlich und kann extrem gut mit Leuten umgehen. Wir würden mehr von seiner Sorte brauchen. Aktuell suchen wir nämlich vermehrt nach Verstärkung für unser Team.“

Ein Team, dem Markus Prauchner auf jeden Fall die Treue halten will. „Ich werde sicher bis zu meiner Pension hier mit dem Reisebus fahren“, ist er überzeugt. Er möchte auch andere seiner Generation Mut machen: „Buschauffeur ist einfach ein super Beruf. Es braucht nur etwas Mut und eine zweimonatige Ausbildung. Einen hat der junge Purgstaller mit seiner Begeisterung schon angesteckt, seinen Vater: „Der macht jetzt mit 48 Jahren eine Umschulung zum Busfahrer.“

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