Oed: Frühstück mit der Landeshauptfrau. Mikl-Leitner lobte die Bürgermeister für ihr Krisen-Management und kündigt die Entwicklung der „Landesstrategie 2030“ an.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. Juni 2021 (10:07)

„Es ist ein schönes Gefühl, dass wir ein Stück Freiheit zurückbekommen haben und ich freue mich euch persönlich zu sehen“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner zu Beginn ihrer Ansprache am Freitagvormittag im Sturmhof in Oed. Unter dem Motto „Frühstück mit der Region“ hatte die „NÖ.Regional“ die Bürgermeister aus dem Mostviertel zu einem Zusammentreffen mit der Landeschefin, Landesrat Martin Eichtinger und Landesrat Jochen Danninger geladen.

Mikl-Leitner: "Das Ärgste scheinen wir hinter uns zu haben"

Mikl-Leitner bedankte sich bei den 55 anwesenden Gemeindevertretern für die wichtige Arbeit, die die Kommunen in den letzten 15 Monaten geleistet haben, vor allem in Sachen Testen und Impfen. „Inzwischen scheinen wir das Ärgste hinter uns zu haben. Auch die Wirtschaftsforscher geben positive Prognosen. Die Wirtschaft in NÖ soll im Herbst um 3,5 und 2022 um 4,1 Prozent wachsen.“

Dass dem so ist, führt die Landeshauptfrau auch auf die Unterstützung der Gemeinden und Betriebe durch das Land zurück. „Wir haben ein schönes blaugelbes Paket geschnürt und in den letzten zwei Jahren keine Investition zurückgestellt.“

„NÖ Landesstrategie 2030“

Die Landeshauptfrau kündigte an, dass nun eine „NÖ Landesstrategie 2030“ erarbeitet werden soll. „Da geht es darum, Zukunftstrends zu erkennen, um NÖ gut zu positionieren und zu entwickeln.“ An der Strategie sollen internationale Experten mitarbeiten, aber auch die Bürger will man in Form von Diskussionen und Befragungen in den Prozess hineinholen, „denn es geht auch um einen Quantensprung in der Lebensqualität“, sagte Mikl-Leitner. Im Herbst wird die konkrete Arbeit an der neune Strategie starten.

Landesrat Martin Eichtinger erläuterte die Probleme am Arbeitsmarkt. Zwar sinke die Zahl der Arbeitslosen beständig, dennoch sei sie im Mai noch um acht Prozent (3.600 Personen) höher als im Vorkrisen-Jahr 2019. Ein besonderes Anliegen ist Eichtinger, die EU besser in den Gemeinden zu verankern. Er will in allen Kommunen Europagemeinderäte installieren, die die Bevölkerung besser über die Vorzüge der EU informieren und auch Gelder für die Kommunen abholen sollen.

Danninger: Erholung von Pandemie schneller als gedacht

Für Landesrat Jochen Danninger brachte die Pandemie die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg mit sich, die Erholung gehe aber schneller, als von den Wirtschaftsforschern ursprünglich vermutet. Das Land habe 229 Millionen Euro in Konjunkturprogramme gesteckt. „Alleine im Rahmen der Förderaktion „digi4Wirtschaft“ sind 20 Millionen Euro ausbezahlt worden und haben ein Investitionsvolumen von 56 Millionen ausgelöst“, berichtete der Landesrat.