Scheibbs: „Wir haben genug Wasser für alle Bürger“

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 04:04
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP, links) bespricht mit Christoph Hiesberger vom städtischen Bauamt das Vorhaben Trinkwasserplan.
Foto: Christian Eplinger
Scheibbs nutzt aktuell im Schnitt nur etwa die Hälfte des vorhandenen Trinkwassers aus. Dennoch kann es in Spitzenzeiten oder in einzelnen Gebieten relativ eng werden.
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Auch wenn im heurigen Sommer die Wasserversorgung im Scheibbser Gemeindegebiet kein Problem dargestellt hat, wird im Hintergrund gemeinsam mit dem Büro Zivitechnik GmbH Schuster eifrig am Trinkwasserplan für die Stadtgemeinde gearbeitet.

„Der Trinkwasserplan ist ein Planungsinstrument für eine langfristige Strategie. Wir wollen damit sicherstellen, dass alle unsere Bürgerinnen und Bürger mit qualitativ einwandfreiem Trinkwasser versorgt sind und andererseits frühzeitig Probleme erkennen“, erklärt Bürgermeister Franz Aigner und weiß von Jahren, wo Trockenheit und Dürre in manchen Teilen des Gemeindegebietes zu Problemen mit der Wasserversorgung – sowohl quantitativ als auch qualitativ – geführt haben und die Feuerwehr die Hochbehälter auffüllen musste.

Davon betroffen sind vor allem die 133 Liegenschaften im Gemeindegebiet, die aktuell nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen sind. Diese wurden von der Gemeinde auch angeschrieben und ihr Wasserbedarf erhoben. „Genau für diese Gebiete müssen wir uns überlegen, wie sind sie versorgt und wie wollen wir die Versorgung zukünftig sicherstellen“, erläutert Aigner.

Scheibbs wird aktuell vom Brunnen Neubruck (11 Liter/Sekunde Konsenswassermenge) sowie von sechs Quellen – vier im Saggraben (8 Liter/Sekunde) und zwei im Lueg graben (4 Liter/Sekunde) – versorgt. Derzeit wird im Schnitt nur die Hälfte der möglichen Konsenswassermenge (so viel Wasser darf die Gemeinde aus den Quellen für ihre Wasserversorgung abschöpfen) genutzt.

Wichtig sei aber die Spitzenabdeckung. „Wir haben mit der Ursprungsquelle aber noch eine mögliche Reserve. Da könnten wir noch weitere Gemeinden mitversorgen. Wir haben also sicher genug Wasser für alle Bürger“, weiß Bürgermeister Franz Aigner.

Überlegt und erhoben wird im Zuge der Trinkwasserplan erstellung, ob neben der Wassergenossenschaft (WG) Scheibbsbach auch die WG Ginning über die Ortswasserleitung versorgt werden kann. Des Weiteren gibt es Planungen, in der Katastralgemeinde Brandstatt eine Wassergenossenschaft zu gründen. „Aber da laufen die Gespräche und Planungen noch“, weiß Bauamtsmitarbeiter Christoph Hiesberger. Bis Jahresende soll der Trinkwasserplan fertiggestellt sein.

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