Reinsberg: Die Kultur darf auch 2021 nicht fehlen

Gemeinde und „KuraTanten“ ziehen an einem Strang: Kulturprogramm 2021 findet statt, das Team ist für alle Fälle gerüstet.

Erstellt am 21. Januar 2021 | 05:48
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Motiviert für das Kulturjahr 2021 (hinten, von links): Gemeinderat Andreas Prüller, Vizebürgermeister Christian Vogelauer, Bürgermeister Franz Faschingleitner, (vorne) Katrin Karall-Semler und Katharina Hohenberger.
Foto: Anna Faltner

Die Kulturbranche hat es ganz und gar nicht einfach. Planen, hoffen, vorbereiten, umrüsten und dann erst wieder absagen oder verschieben.

Dennoch hat es das Kulturdorf Reinsberg gemeinsam mit seinem Kulturmanagement, den „KuraTanten“, im Vorjahr geschafft, zu mehreren (auch sehr gut besuchten) Veranstaltungen einzuladen – natürlich immer unter strengster Einhaltung der Covid-Maßnahmen.

Einfache Zeiten sind das nicht. Angesichts der aktuellen Situation sowie der Mindereinnahmen durch Ertragsanteile oder fehlende Saalmieten stand die Vertragsänderung, die in die Vertragsauflösung samt Neuverhandlung des Kulturmanagements mündete, in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Agenda. Diese betrifft die Kooperation ab dem Jahr 2022. Bis dahin läuft aber alles nach Plan ab.

„Wir müssen einfach darüber sprechen, weil wir noch nicht wissen, wie sich alles in Bezug auf Corona entwickelt“, sagt VP-Bürgermeister Franz Faschingleitner. Die „KuraTanten“, Katrin Karall-Semler und Katharina Hohenberger, kuratieren ein Ganzjahresprogramm. Deshalb muss die vertragliche Auflösung für 2022 rechtzeitig bis März besprochen werden. „Da eine seriöse Aussicht zu stellen, ist momentan nicht möglich“, sagt Faschingleitner.

„Wir stellen uns auf die jeweilige Situation ein“

Bis dahin liegt der Fokus klar am heurigen Jahr. Das Konzert am 23. Jänner mit Maria Bill musste zwar abgesagt werden, die weiteren Veranstaltungen sollen aber stattfinden. Auch das Land NÖ steht hinter dem Kulturdorf und unterstützte es neben dem dreijährigen Fördervertrag (90.000 Euro pro Jahr) auch mit einer Covid-Nachförderung für das Jahr 2020.

Die Nachförderung für 2021 wurde bereits in Aussicht gestellt. „Wir sind flexibel und stellen uns auf die jeweilige Situation ein. Falls sich etwas ändert, können Tickets eingetauscht werden und es gibt regelmäßig Newsletter, in denen das Publikum informiert wird“, berichtet Katrin Karall-Semler.

In Bezug auf die coronabedingte Platzbeschränkung gibt es gute Nachrichten: Spörk und Landstreich spielen am 17. April gleich zwei Vorstellungen. Wenn die Nachfrage groß ist und der Künstler dazu bereit, könnten auch andere Veranstaltungen doppelt gespielt werden.