Steinakirchen: "Sirius"-Obmann als zehnter Spender

Erstellt am 27. Februar 2022 | 11:16
Lesezeit: 3 Min
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Sirius-Obmann Manuel Haselsteiner war der zehnte Stammzellenspender aus der 2017er-Typisierungsaktion vom Verein Sirius. Das macht die Aktion zu einer der erfolgreichsten in ganz Österreich. In der Vorwoche ging es für Manuel Haselsteiner zur Stammzellenspende nach Gauting bei München.
Foto: privat
Stammzellentypisierungsaktion: Manuel Haselsteiner könnte schon bald einer von zehn Lebensrettern der 2017er-Aktion sein.
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1.361 Menschen ließen sich 2017 bei der Stammzellentypisierung des Vereins Sirius in Steinakirchen registrieren. Nun gibt es bereits den zehnten Spender aus dieser Aktion, welcher einen an Leukämie erkrankten Menschen Hoffnung auf eine Heilung schenken kann. Und dieser zehnte Spender ist niemand geringerer als Sirius-Obmann Manuel Haselsteiner.

Bei der Stammzellen-Typisierung wird lediglich ein Wangen-Abstrich genommen und die DNA in die weltweite Datenbank eingepflegt. In Steinakirchen hat dies 2017 der Verein „Geben für Leben“ abgewickelt. Sollte ein „genetischer Zwilling“ an Leukämie erkrankt sein, hat man so die Chance, ihm Hoffnung auf Heilung zu schenken. Im Falle von Manuel Haselsteiner informierte Walter Brenner, Mitarbeiter von „Geben für Leben“, diesen, dass sein „genetischer Zwilling“, eine Spende seiner Stammzellen benötige.

Ohne zu zögern, nahm Manuel Haselsteiner diesen „Auftrag“ an und sah es als seine Aufgabe, alles zu geben und mitzuhelfen, dieses Leben zu retten. Somit ging es nach Gauting bei München. Dort unterzog man ihn einem Medizincheck, ob er auch fit genug sei, seine Stammzellen zu spenden.

Nachdem alles positiv verlief und Doktor Ulrich Hahn, der behandelnde Arzt, grünes Licht für die Stammzellenspende gab, fuhr Manuel mit seinen acht Injektionen nach Hause.

Einige Tage später begann er mit der Mobilisierungskur seiner Stammzellen. Er verabreichte sich selbst zwei Mal täglich dieses Medikament, um die „Armee seiner Stammzellen“ für die Spende zu mobilisieren. „Die Nebenwirkenwirkungen dieser Kur sind mit den Symptomen einer leichten Grippe zu vergleichen“, schildert Haselsteiner.

Nachdem die Injektionen abgeschlossen waren, ging es wieder nach Gauting zur Spende der Stammzellen. Dabei wurden die benötigten Stammzellen aus seinem Blut mittels einer Zentrifuge herausgefiltert. In dreieinhalb Stunden war dieser Vorgang abgeschlossen und es ging wieder nach Hause. Das Blut mit seinen Stammzellen wird nun seinem „genetischen Zwilling“ verabreicht mit der Hoffnung, dass der Körper dieses annimmt und der Zwilling so von der Leukämie geheilt werden kann.

Inzwischen plant der Verein Sirius gemeinsam mit „Geben für Leben“ die nächste Stammzellen-Typisierungsaktion in Steinakirchen. Am Sonntag, 3. April, kann man von 9 bis 16 Uhr seinen DNA-Abstrich im Festsaal abnehmen lassen und so einen Besuch des Frühlingskirtages in Steinakirchen mit einer vielleicht lebensrettenden Aktion verbinden.

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