Neuer Kindergarten in St. Anton ist bezogen. Der neue Kindergarten in St. Anton an der Jeßnitz ist ein „Paradies“ für die Kleinsten geworden, das keine Wünsche offenlässt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. November 2020 (15:57)

Am Freitag beim NÖN-Lokalaugenschein im neuen Landeskindergarten von St. Anton herrschte in etlichen Räumen noch etwas Chaos. Einrichtungsgegenstände, Schachteln und Boxen standen herum, dazwischen lagen Spielsachen und der eine oder andere Handwerker verrichtete noch die letzten Tätigkeiten.

„Wir sind im Paradies gelandet. Hier ist so viel möglich“

„Alle haben in den vergangenen Tagen mit Hochdruck gearbeitet, damit alles fertig wird. Ein paar Kleinigkeiten müssen wir in den nächsten Wochen noch machen, aber ansonsten haben wir alles geschafft. Ab heute nachmittag wird geputzt und am Montag kommen die Kinder“, erklärt eine stolze Ortschefin.

Auf den neuen Kindergarten kann die St. Antoner Bürgermeisterin Waltraud Stöckl zu Recht stolz sein. Modernste Standards, helle, hohe Räume, beste Atmosphäre und eine großzügige Raumgestaltung und Ausstattung.

„Wir sind im Paradies gelandet, das den Bedürfnissen der Kinder, aber auch jenen von uns Pädagoginnen sehr entgegenkommt. Hier ist so viel möglich. Wir freuen uns auf die Arbeit in unserem neuen Zuhause“, sagt Evamaria Grassberger. Seit 2013 ist sie Kindergartendirektorin in St. Anton. Zuletzt leitete sie sieben Jahre lang den Kindergarten Regenbogen, mit Herbst dieses Jahres übernahm sie die Gesamtleitung über beide Gruppen der vorher getrennten Kindergärten.

Die Herbstferien und die vergangene Woche nutzten Grassberger und ihr siebenköpfiges Team aus Pädagoginnen und Betreuerinnen, um alles aus dem Kindergarten Bruderlade und dem dort im letzten Jahr installierten Container in das neue Zuhause zu übersiedeln. Zwei Tage wurde daher der Kindergarten auch in der Vorwoche ganz geschlossen. „Sonst hätten wir es nicht geschafft. Es war schon eine Challenge“, schildert Grassberger.

Der neue Kindergarten ist drei Mal so groß

29 Kinder besuchen aktuell die beiden Kindergartengruppen in St. Anton. Dazu kommen fünf Kinder im Alter von ein bis zweieinhalb Jahren in der Tagesbetreuung, die von Judith Heigl geleitet wird. Dort sind übrigens noch Plätze frei – für Kinder aus der ganzen Region (Infos am Gemeindeamt). Alle Gruppen haben im neuen Kindergarten einen eigenen jeweils rund 60 m 2

großen Gruppenraum mit Direktzugang zum Garten, vorgelagerter Garderobe und eigenen Nasszellen. Dazu kommen zwei Bewegungsräume, eine Küche und Büroräumlichkeiten für die Direktorin und ihr Team. Insgesamt ist der neue Kindergarten mit 510 m fast dreimal so groß wie der alte Kindergarten Regenbogen.

Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. „Dieses Projekt wäre für uns nicht zu stemmen gewesen. Aber 99 Prozent werden von ELER-Fördermitteln aus Brüssel finanziert. Das ist für uns ein absoluter Glücksfall“, freut sich Stöckl.

Da ist auch vergessen, dass sich die Bauphase durch Corona etwas verlängert hat. Denn ursprünglich wollte man schon mit dem neuen Schuljahr übersiedeln. „Wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat. Das war für alle eine große Herausforderung“, weiß Stöckl.

Übrigens: Eine offizielle Eröffnung soll es im Frühjahr 2021 geben – sofern es Corona zulässt.