Am Montag erfolgte offizieller Baustart. Der 18. September ist offizieller Starttermin für Bauarbeiten für Umfahrung Wieselburg. In Kürze rollen die Bagger.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. September 2017 (05:46)
NOEN, Grafik: NÖ Straßenbauabteilung
Die Umfahrung Wieselburg zweigt am Holzinger Berg von der derzeitigen LB25 ab und mündet dann bei der Schottergrube Brandl wieder in die derzeitige Straßenführung. Die Umfahrungsstraße überquert dabei zwei Mal die Große Erlauf.

Es ist so weit: Seit diesem Montag ist die Umfahrungsbaustelle Wieselburg offiziell gestartet. „Das ist für uns ein formeller Akt, der alle Folgetermine auslöst. Ab jetzt startet für uns der offizielle Bauzeitplan“, erläutert Gesamtprojektleiter Wolfgang Leitgöb vom Amt der NÖ Straßenbauabteilung gegenüber der NÖN.

Damit kommt eine Geschichte zur Verwirklichung, deren ursprüngliche Idee schon fast 40 Jahre zurückliegt. Damals scheiterte das Projekt am Widerstand der Wieselburger Wirtschaft. 20 Jahre später erfolgte der nächste Anlauf. Auch dieser war beschwerlich und ging bis zum Obersten Verwaltungsgerichtshof, der am 12. Dezember 2014 mit der Ablehnung aller Beschwerden grünes Licht für die 8,4 Kilometer lange und rund 80 Millionen Euro teure Ostvariante der Ortsumfahrung Wieselburg gab.

In den nächsten Tagen erfolgt nun die Baustelleneinrichtung. Das „Hauptquartier“ wird sich dabei im Bereich Gumprechtsfelden befinden. Die ersten Baumaschinen sollen dann Ende September auffahren.

Baustraßen und Brücken sind noch heuer am Plan

„Begonnen wird mit der Errichtung von Baustraßen, über die die Baustelle künftig großteils abgewickelt werden soll. Die Baustellenfahrzeuge sollen so wenig wie möglich das öffentliche Straßennetz benützen“, betont Leitgöb. Danach wird mit drei Brückenobjekten im Bereich von Holzing, Petzenkirchen und der Brauerei begonnen.

Im Bereich Holzing wird ein Wilddurchlauf errichtet und vor Petzenkirchen wird die Brücke über die Landesstraße in Angriff genommen. „In beiden Fällen sollen heuer die Bohrpfähle, Pfeiler und Widerlager errichtet werden. Bei der dritten Brücke direkt bei der Brauerei sind die Bodenverhältnisse so fest, dass wir uns tiefe Pfahlbohrarbeiten ersparen und gleich mit dem Fundament beginnen können. Da sollte heuer noch das Tragwerk fertiggestellt werden“, sagt Leitgöb.

Verkehrsfreigabe soll im Herbst 2020 erfolgen

Im Frühjahr 2018 wird dann mit der ersten Brücke über die Erlauf begonnen. „Jetzt ist alles genau eingeteilt. Dieser Zeitplan sollte halten, sodass im Spätherbst 2020 die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe Realität werden können“, ist Leitgöb für die Großbaustelle zuversichtlich.