Brückeneinsturz: Endbericht unter Verschluss. Am Nachmittag des 7. Junis 2020 ist eine noch nicht für den Verkehr freigegebene Wirtschaftswegbrücke im Zuge der neuen Umfahrung von Wieselburg eingestürzt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 23. Dezember 2020 (14:28)
Die eingestürzte Brücke
Einsatzdoku

Seit dem untersuchte eine unabhängige Expertenkommission die Einsturzursache. Jetzt liegt der Endbericht vor. Veröffentlicht wird dieser allerdings (vorerst) nicht. "Es laufen hier noch die Verhandlungen", erklärt Gerhard Fichtinger, Pressesprechers des NÖ Straßendienstes.

Bei dem Einsturz am 7. Juni wurden keine Personen verletzt. Unmittelbar nach dem Einsturz beauftragte das Land, eine externe und unabhängige Untersuchungskommission in Abstimmung mit der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft und dem Brückenplaner mit der Prüfung von drei Brückenbauwerken, wobei eines davon die eingestürzte Brücke war. Untersucht wurden Statik, Material, die Arbeit der örtlichen Bauaufsicht sowie die Bewehrung der Brücke. 

"Ein Endbericht der Kommission liegt nun vor, kann aber aufgrund der laufenden Verhandlungen zum Brückeneinsturz nicht veröffentlicht werden", sagt Fichtinger auf NÖN-Anfrage.

Die Ergebnisse führten darüber hinaus zu einer weiteren Beanstandung. Es lagen auch bei einem zweiten Brückenbauwerk Probleme vor, die mittlerweile behoben wurden. Das dritte Brückenbauwerk blieb seitens der Experten beanstandungslos. 

Was die Sanierung der eingestürzten Brücke betrifft, sind die Arbeiten bereits weiter fortgeschritten. In sehr kurzer Zeit konnte das Rohtragwerk fertiggestellt werden. Nun können auch die Schüttungen im Bereich vor und nach der Brücke finalisiert werden. Die Arbeiten an der Brückenabdichtung, den Randbalken, den Lärmschutzelementen sowie der Leitschienen werden abhängig von der Witterung durchgeführt werden. Damit ist die Verkehrsfreigabe der Umfahrung im Frühjahr 2021 möglich.