Ermittlungen nach Brückeneinsturz. Nach dem Einsturz einer Brücke im Zuge des Baus der Umfahrung Wieselburg (Bezirk Scheibbs) hat der NÖ Straßendienst eine externe und unabhängige Untersuchungskommission unter der Federführung des Forschungsbereichs Stahlbetonbau der TU Wien eingerichtet.

Von APA / NÖN.at. Update am 08. Juni 2020 (14:43)
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Das Gremium setzt sich einer Aussendung zufolge aus Experten der Bereiche Betontechnologie, Statik und Bodenbeschaffenheit zusammen.

Die Brücke war am Sonntagnachmittag aus vorerst ungeklärter Ursache eingestürzt. Im Zusammenhang mit dem Unfall wurden laut dem Landesstraßendienst auch bereits Gespräche mit den ausführenden Bauunternehmen geführt. Die seit einem Jahr fertiggestellte Wirtschafts- und Wildbrücke mit einer Stützweite von 25 Metern im Zuge der B25 war noch nicht für den Verkehr freigegeben.

Bei dem Einsturz wurde niemand verletzt. Um sicherzugehen, dass es tatsächlich keine Verschütteten gab, war nach Polizeiangaben auch ein Suchhund an Ort und Stelle.

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Ein zweite Brücke, die baugleich mit der eingestürzten ist, sei für den Baustellenverkehr und den darunter durchführenden Wirtschaftsverkehr gesperrt worden, teilte der Straßendienst am Montag zudem mit. Das Objekt soll auf Schäden untersucht werden. Eine derartige Überprüfung sei auch für alle weiteren Brückenbauten an der Umfahrung Wieselburg vorgesehen.

Die Untersuchungskommission habe "mit heutigem Vormittag" ihre Tätigkeit aufgenommen, teilte der Straßendienst mit. Neben erste Erhebungen sei auch mit statischen Nachrechnungen begonnen worden. Die Absperrung der Einsturzstelle werde von einem Sicherheitsdienst überwacht.

Ob der Zwischenfall vom Sonntagnachmittag eine Auswirkung auf die Gesamtfertigstellung der Umfahrung Wieselburg hat, kann laut Straßendienst derzeit noch nicht gesagt werden. Die Arbeiten im nicht von dem Brückeneinsturz betroffenen Baustellenbereich liefen jedenfalls weiter.