Steinakirchen: Das Schloss wird wieder zur Schule. Die Volksschule Steinakirchen zieht für zwei Jahre ins Schloss Wolfpassing ein. Mit viel Unterstützung wird gerade übersiedelt.

Von Anna Faltner. Erstellt am 21. Juli 2021 (06:52)

Kartons beschriften, Lehrmaterial und Möbel verpacken, putzen – so haben die Lehrer der Volksschule Steinakirchen ihre „Ferien“ bisher verbracht. Die Übersiedelung ins Schloss Wolfpassing ist voll im Gange. Während der Renovierung des Schulgebäudes in Steinakirchen zieht die Volksschule nämlich für zwei Jahre ins Schloss ein.

Die Zelter in Steinakirchen sind schon fast fertig abgebaut. 100 Paletten voll bepackt mit Kartons (säuberlich mit Raumbezeichnungen beschriftet) haben die Bauhofmitarbeiter bereits von Steinakirchen nach Wolfpassing transportiert. Das Einräumen und Einschlichten im Schloss wird von freiwilligen Helfern, Lehrern und Eltern unterstützt.

„So ein Schultag plant sich ja nicht von selbst“ Direktorin Heidelinde Berger

In den zukünftigen Klassenräumen ist auch Direktorin Heidelinde Berger schon tätig. Bis Mitte August will sie ihr neues Büro beziehen. „So ein Schultag plant sich ja nicht von selbst“, sagt sie. Momentan sei es zwar noch viel Arbeit, grundsätzlich freut sich das Team aber auf die neue Location. „Es ist ja doch etwas Neues und Spannendes. Ich war noch nie schulisch in einem Schloss untergebracht.“

Nach zwei Jahren soll Schule renoviert sein

Bis zum Schulstart im September muss noch alles geputzt und die Kästen befüllt werden. Die technischen Voraussetzungen für Internet und Telefon müssen noch eingerichtet werden, genauso wie die Beleuchtung und eine Plexiglassicherung für die Arkaden. Das Lehrerteam arbeitet „nach freier Diensteinteilung“ an der Übersiedelung mit. Das „Herz des Umzugs“ ist Schulwartin Hermine Plank. „Wir beide haben den Umzug gemeinsam geplant. Sie macht das wirklich toll“, lobt Berger.

Und nach den zwei Jahren im Schloss ist auch die Vorfreude auf das neue, moderne Schulgebäude groß. Dort startet dann im Oktober der Abbruch des Turnsaals. „So schnell wie möglich wollen wir auch mit dem Umbau beginnen. Fenster, Türen, Decken – alles kommt raus. So bald es die Witterung zulässt, wollen wir dann Anfang 2022 loslegen“, informiert ÖVP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker (Steinakirchen).

„So schnell wie möglich wollen wir auch mit dem Umbau beginnen.“ Steinakirchens Bürgermeister Wolfgang Pöhacker

Aktuell werden von Bauplaner Johann Vonwald die Ausschreibungen sowie der Einreichplan vorbereitet. Die Bauzeit beträgt knappe zwei Jahre. Im September 2023 soll der Schulstart im neuen Gebäude erfolgen. Denn dann wird sich die Schülerzahl von aktuell 188 auf rund 220 Schüler erhöht haben. Zwölf statt neun Klassen werden benötigt.

„Es ist also wirklich notwendig, und zwar jetzt. Auch wenn die momentanen Engpässe an Rohstoffen und die Preissteigerungen jetzt herausfordernd für uns sind“, gesteht Pöhacker. Die Kostenschätzung liegt bei 6,5 Millionen Euro.