Landjugend-Projekt demoliert: "Echt eine Frechheit". Nur wenige Tage nach dem LJ-Projektmarathon wurden Hundefreilaufzone und Hängematten von Unbekannten demoliert.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. September 2018 (05:01)
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Kopfschütteln, Verständnislosigkeit, wütende Kommentare in den sozialen Medien. Der Ärger in der Bezirkshauptstadt ist groß. 42 Stunden lang hatten rund 30 Mitglieder der Landjugend Scheibbs bei Regen und alles andere als einladenden Temperaturen den alten Stadtpark auf Vordermann gebracht, eine neue eingezäunte Hundefreilaufzone geschaffen, zwei Holzhängematten sowie ein großes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel errichtet.

Zaun beschädigt und Drahtseil angeschnitten

Ärgern tun sich jetzt vor allem die LJ-Mitglieder. Denn nach nur wenigen Tagen wurde ihr Projekt durch Vandalen teilweise zerstört. Bereits am Montag hatten Unbekannte vier Zaunpflöcke bei der Hundefreilaufzone herausgerissen und den Zaun auf einer Länge von acht Metern beschädigt.

Am Donnerstagabend kam es schließlich noch schlimmer. Michaela Wiesner und ihr Lebensgefährte Walter Albrecht waren mit ihren beiden Kindern im Stadtpark. „Sie haben geschaukelt, als sie plötzlich samt Hängematte am Boden lagen. Zum Glück kamen sie mit ein paar Schürfwunden davon“, schildert Albrecht und betrachtete im Anschluss das „gerissene“ Stahlseil.

„Das ist eine Frechheit. Da haben irgendwelche Leute nichts Besseres zu tun, als das Werk von Leuten, die sich freiwillig bei Regen engagieren, zu zerstören. Noch dazu gefährden sie dabei andere Menschen"Bürgermeisterin Christine Dünwald

„Das wäre alleine vom Gewicht der Kinder nie gerissen. Das war angeschnitten“, ist Albrecht, der selbst 27 Jahre im Baugewerbe tätig war, überzeugt. „Das ist eine Frechheit. Da haben irgendwelche Leute nichts Besseres zu tun, als das Werk von Leuten, die sich freiwillig bei Regen engagieren, zu zerstören. Noch dazu gefährden sie dabei andere Menschen – in dem Fall sogar Kinder. Mir fehlen echt die Worte. Wie kann man nur so hirnlos sein“, ärgert sich LJ-Leiter Johannes Thomasberger.

Angesichts des jüngsten Vandalenaktes überlegt die Landjugend Scheibbs, ob sie sich nächstes Jahr nochmals beim Projektmarathon engagiert. „Solche Aktionen vertreiben jede Freude“, weiß Thomasberger.

„Wer so etwas tut, denkt wirklich nicht mit. Das ist jetzt schon der zweite Vandalenakt in diesem Jahr, nachdem auch am Spielpark am Töpperpark unmittelbar nach seiner Neueröffnung das Seil einer Hängematte angeschnitten worden war. Zum Glück ist da nichts Schlimmeres passiert. Auch am öffentlich zugänglichen Sportplatz müssen wir alljährlich, viel Geld in Sanierungen und Reparaturen stecken.

Einige wenige zerstören hier mutwillig das Eigentum der Allgemeinheit und richten großen Schaden an, den alle zahlen müssen. Denn das Geld der Gemeinde ist das Geld aller Bürger. Das ist scheinbar nicht in den Köpfen dieser Leute nicht drinnen. Es wird in Zukunft nicht mehr anders gehen, als diese Fälle alle bei der Polizei anzuzeigen.“

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