46 Projekte bereits umgesetzt. Verein Eisenstraße Niederösterreich zog Zwischenbilanz der LEADER-Förderung. Fokus auf Innovation.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 06. April 2018 (03:00)
Hackl
Im Scheibbser „Nah guat“-Regionalladen zog der Verein Eisenstraße Niederösterreich eine Zwischenbilanz im Bereich Innovative Landwirtschaft, von links: Themenfeldsprecherin Leopoldine Adelsberger, Eisenstraße-Obmann Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, stellvertretende Themenfeldsprecherin Eva Maria Prüller (Grafenöd) sowie LEADER-Steuerungsgruppenmitglied und Bezirksbauernkammer-Obmann Anton Krenn.

Im Scheibbser „Nah guat“-Regionalladen, inmitten von Hammerherrnhonig, heimischem Fisch und frischem Gemüse, zog der Verein Eisenstraße Niederösterreich eine Zwischenbilanz im Bereich „Innovative Landwirtschaft“.

Der Laden, der im Oktober des Vorjahres eröffnet hatte, ist nur eines von bereits neun innovativen landwirtschaftlichen Projekten, welche die LEADER-Region Eisenstraße seit 2015 mit einem Gesamtvolumen von rund 600.000 Euro umgesetzt hat.

Über 60 Partner arbeiten im regionalen Netzwerk gemeinsam an neuen Produkt- und Vermarktungsideen. Diese Zahlen präsentierten Eisenstraße-Obmann Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, Themenfeldsprecherin Leopoldine Adelsberger, Stellvertreterin Eva Maria Prüller und LEADER-Steuerungsgruppenmitglied Anton Krenn.

„Wir befinden uns in der Halbzeit der aktuellen LEADER-Förderperiode 2014 bis 2020. Von 46 in der Eisenstraße beschlossenen Projekten haben neun einen klaren Schwerpunkt im Bereich Landwirtschaft. Hier geht es uns vor allem um Kooperationen und Innovationen. Wir sind froh und dankbar, dass es so viele engagierte Projektträger gibt“, betonte Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger. „Wir leben hier LEADER, so wie es sich gehört.

„Wir haben uns 2014 zum Ziel gesetzt bis 2020 20 Betriebe in die BioRegion miteinzubeziehen. Das haben wir geschafft.“Andreas Hager

Die Programme sind nämlich vor allem dann gut, wenn sie von den Akteuren gelebt werden, und das ist hier der Fall.“ Als Leuchtturmprojekt nannte er den Aufbau der BioRegion Eisenstraße, die mittlerweile über 30 Mitgliedsbetriebe zählt. Die Mitglieder ziehen bei Vermarktung und Fortbildung an einem Strang. Weitere Schwerpunkte setzen die 16 Eisenstraße-Imker, die zehn Eisenstraße-Almen sowie die fünf Salmo-Fischzüchter.

„Wir haben uns 2014 zum Ziel gesetzt bis 2020 20 Betriebe in die BioRegion mit einzubeziehen. Das haben wir geschafft.“ Auch hinter dem Ziel, dass künftig 30 Prozent der Speisefische aus der Region kommen sollen, kann ein Häkchen gemacht werden: „Das trifft bei uns zu und freut mich natürlich sehr“, betont Krenn, der selbst Fische züchtet. In der Eisenstraße gäbe es auch perfekte Voraussetzungen: „Wir haben reinstes Quellwasser – das zeigt sich auch in der Qualität.“

Einige Projekte geplant

Für das heurige Jahr ist auch bereits einiges geplant: Die Produkte der BioRegion Eisenstraße können Besucher bei der vierten Auflage des Eisenstraße Bio-Naschmarkts am Vatertag, 10. Juni, in Neubruck erleben. Daneben arbeiten fünf Gemeinden unter dem Motto „Bio macht Schule“ zusammen. Die Eisenstraße-Imker möchten heuer ihr drittes gemeinsames Produkt, den Eisenstraße-Met, vorstellen. Die Fischzüchter von „Salmo – Qualitätsfisch aus dem Mostviertel“ wiederum gehen mit ihren Produkten heuer ganz stark in Richtung regionaler Supermärkte.