ZKW: Übernahme durch Elektronik-Riese LG gescheitert?. Die Übernahme des Automobilzulieferers ZKW mit Hauptsitz in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) durch die südkoreanische LG Electronics soll geplatzt sein, berichtete das "Industriemagazin" mit Verweis auf mehrere Personen aus dem Unternehmen. ZKW-Eigentümer Ulrich Mommert soll die Verhandlungen nach einer Reduktion des Offerts durch LG für beendet erklärt haben. 

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Februar 2018 (13:48)
ZKW/Parb
Das Wieselburger Stammwerk von ZKW

Noch im November des Vorjahres habe der Kaufvertrag von Mommert mit LG Electronics als "unterschriftsreif" gegolten, berichtete das Magazin. Das Angebot der Koreaner vor Due Diligence soll 1,2 Mrd. Euro betragen haben, sei aber "nach intensiven Blicken hinter die Kulissen" auf 900 Mio. Euro reduziert worden. "Besonders das zu erwartende downgrade bisher margenträchtiger Spitzenprodukte zu Mid Tech-Produkten soll zur Angebotsreduktion beigetragen haben", hieß es.

Die beratende M&A-Bank Rothschild Global Advisory wollte dem Bericht zufolge den Deal bis in die erste Dezember-Woche unter Dach und Fach wissen. Durch die Reduktion wären die erhofften Erlöse laut dem Magazin jedoch wieder in jenes Preisband gerückt, in dem sich frühere Interessenten wie Magna International oder die B&C Holding auch befunden haben sollen. Mommert habe daraufhin die Verhandlungen abgebrochen.

Die ZKW Group mit Hauptsitz in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) beschäftigt rund 8.500 Mitarbeiter und verfügt über insgesamt acht Standorte in Europa, Amerika und Asien. Der Anbieter von Premium-Licht- und Elektroniksystemen für die Automobilindustrie erzielte 2016 einen konsolidierten Konzernumsatz von 968,5 Millionen Euro. Für 2017 wurden 1,2 Mrd. Euro prognostiziert.

Von der ZKW Group gibt es bisher dazu keine Stellungnahme.