Wieselburg: ÖVP fordert 30er-Zone für Gemeindestraßen

Nach Eröffnung der Umfahrung will ÖVP auch innerstädtische Verkehrsberuhigung vorantreiben. Bürgermeister Leitner sieht es etwas differenzierter.

Erstellt am 01. Juli 2021 | 06:59
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ÖVP-Fraktionsobmann Stadtrat Werner Tazreiter und Gemeinderat Franz Schreiber mit Eva Resch (Gärtnerei Haugensteiner) mit ihren Kindern Jacob und Joschua sowie Anrainerin Maria Göbner mit Enkelin Lea Mayrhofer. Geht es nach der ÖVP, soll die Steggasse so wie alle anderen Gemeindestraßen im Wieselburger Stadtgebiet eine 30er-Zone werden.
Foto: ÖVP, ÖVP

Mit der letzten Wortmeldung im Gemeinderat ließ ÖVP-Stadtrat Werner Tazreiter vergangenen Mittwoch aufhorchen: „Die ÖVP fordert eine generelle 30er-Zone für alle Nebenstraßen im Gemeindegebiet, um nach der Umfahrungseröffnung auch die innerstädtische Verkehrsberuhigung zu beschleunigen.“

Tazreiter: "Verkehr zu schnell"

Mehrere Anrainer seien seit der Eröffnung der Umfahrung schon zu den diversen ÖVP-Gemeinderäten gekommen. „Viele Autofahrer versuchen jetzt, durch Abkürzungen über Gemeindestraßen weitere Zeit gewinnen zu können und fahren dort, weil jetzt weniger Verkehr ist, oft viel zu schnell“, sagt Tazreiter und führt unter anderem die Steggasse oder die Ybbser straße als Beispiele an.

Eine generelle 30er-Zone im Stadtgebiet – mit Ausnahme der Durchzugsstraßen wie der ehemaligen B25, der Grestner, Manker oder Wiener Straße – würde laut Tazreiter dem Verkehrsfluss in der Stadt nicht schaden und hätte als weiteren Vorteil, dass dadurch „der Schilderwald weiter reduziert wird.“

Bürgermeister für Verkehrsberuhigung

Für Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ) durchaus ein legitimes Ansuchen, wenngleich er hier mehr differenzieren will. „Wir haben schon einige 30er-Beschränkungen im Stadtgebiet und sind gerade dabei, eine weitere Verkehrsberuhigung durch Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Ybbserstraße oder am neuen Siedlungsgebiet Am Brunnenfeld gemeinsam mit der dortigen Bevölkerung zu diskutieren und zu beantragen“, erklärt Leitner.

Gleichzeitig will er aber „nicht mit dem Rasenmäher“ über das gesamte Stadtgebiet drüberfahren. Vielmehr gehe es ihm auch darum, andere Lösungen wie eine Wohnstraße oder Begegnungszonen für Wieselburg anzudenken.

„Damit können wir uns natürlich auch anfreunden. Wir glauben nur, dass wir da jetzt etwas mehr Gas geben sollten, damit die Wieselburger Bevölkerung wirklich ganz von der Umfahrung profitiert“, erklärt Werner Tazreiter gegenüber der NÖN.

Neuer Name für Straße

Übrigens: Ein neuer Straßenzug – die Aufschließungsstraße beim neuen Gewerbegebiet Zeiselgraben – erhielt in der Gemeinderatssitzung einen Namen: Sie heißt ab sofort „Klenk-Straße“. Immerhin habe die Firma Klenk & Meder mit ihrem Bau die Entwicklung des Gewerbegebietes dort angestoßen und sei ein wichtiger Wirtschaftsbetrieb in Wieselburg, betonte Bürgermeister Leitner.