Bezirk Scheibbs 2021: 153 Führerscheine weg wegen zu viel Promille

Erstellt am 02. Februar 2022 | 04:00
Lesezeit: 3 Min
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Am 24. November ereignete sich in Lunz dieser schwere Verkehrsunfall, bei dem der 52-jährige Lenker und Unfallverursacher starb. Seine Beifahrerin sowie die beiden Fahrzeuginsassen des entgegenkommenden Autos wurden schwer verletzt. Es war einer von zwei tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2021 im Bezirk Scheibbs.
Foto: Doku NÖ
Von den Lockdowns hat man 2021 auf den Straßen nur mehr wenig gespürt. Bei der Verkehrsbilanz der Polizei näherte man sich bei den Unfällen und Anzeigen den Jahren vor der Pandemie.
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War das Jahr 2020 auf den Straßen des Bezirks von der Pandemie und den Lockdowns noch stark geprägt gewesen, so sind diese bei der Verkehrsbilanz 2021 nicht mehr zu spüren. „Die Mobilität der Leute ging wieder auf ein fast normales Maß zurück. Nur in der Nacht war man weniger unterwegs“, schildert Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger.

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Bezirkskommandant Thomas Heinreichsberger.
Foto: Eplinger

Insgesamt näherte man sich bei den Zahlen 2021 wieder den Werten aus 2019. So gab es bei den Verkehrsunfällen mit Sachschaden eine Steigerung gegenüber 2020 von 15 Prozent. Weiter rückläufig waren dafür die Unfälle mit Personenschaden. Dennoch: War in den vergangenen zwei Jahren jeweils nur ein Todesopfer – jeweils ein Motorradfahrer – zu beklagen gewesen, forderte der Straßenverkehr 2021 zwei Menschenleben. Ende November kam ein 52-jähriger Lunzer bei einem Frontalcrash auf der B25 ums Leben. Er war nicht angegurtet gegen ein entgegenkommendes Auto geprallt. Seine Beifahrerin und das ältere Ehepaar, gegen dessen Auto er gestoßen war, kamen mit schweren Verletzungen davon. Alle drei waren angegurtet. „Dieser Unfall führt einem leider vor Augen, wie wichtig die Gurtenpflicht ist“, sagt Heinreichsberger und weist auch auf die gesteigerten Anhaltungen wegen Missachtung der Gurtenpflicht hin. Alleine 263 Organmandate wurden deswegen im Vorjahr verhängt. Um 55 Prozent mehr als 2020.

Der zweite tödliche Unfall betraf 2021 einen 83-jährigen E-Bikefahrer aus St. Anton/Jeßnitz, der beim Queren der B25 in Grafenmühl ein Auto übersehen hatte und drei Wochen nach dem Unfall seinen erlittenen Verletzungen erlag.

Deutlich zugenommen gegenüber dem Vorjahr haben die Alkoholdelikte hinterm Steuer. „Das beruht auch darauf, dass wir 2021 wieder unsere normalen Kontrolltätigkeiten durchführen konnten, nachdem diese 2020 Pandemie-bedingt reduziert waren“, weiß Heinreichsberger. Insgesamt kassierten die Polizeibeamten 2021 153 Führerscheine wegen Alkoholdelikten ein.

Eingespielt hat sich mittlerweile die Situation bei der Umfahrung Wieselburg. Nachdem anfänglich dort mehr Raser unterwegs waren, gibt es nach erhöhter Kontrolltätigkeit jetzt nur mehr vereinzelt Übertretungen der Geschwindigkeitsvorgaben.

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