Umfahrung Wieselburg: Ab 10. Juni fahren die Autos. Nach 60 Monaten Bauzeit ist es nunmehr so weit, dass die Verkehrsfreigabe der Umfahrung Wieselburg am 10. Juni erfolgen kann. „Mit der Eröffnung der Umfahrung Wieselburg in rund einem Monat entlasten wir die Ortszentren und stärken gleichzeitig die wirtschaftliche Kraft des Erlauftales durch eine verbesserte Anbindung“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko streicht die Historie des Projekts hervor: „Anfang Juni endet somit die aktuell größte Baustelle im NÖ Landesstraßennetz."

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 07. Mai 2021 (12:38)

Insgesamt werden rund 80 Millionen Euro in die rund 8,4 Kilometer lange Umfahrung investiert. Die Umfahrung Wieselburg soll für die gesamte Region mehr Lebensqualität und Verkehrssicherheit bringen. Gleichzeitig soll auch die Standortqualität der Region steigen, denn "eine sichere und moderne Infrastruktur gibt auch viele Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung", sagt Schleritzko.

Derzeit fließt der gesamte Verkehr der B 25 mit rund 16.000 Fahrzeugen am Tag mitten durch das Stadtzentrum von Wieselburg. Mit der neuen Umfahrung soll sich das Verkehrsgeschehen um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Die Umfahrungsstraße erstreckt sich über ein Gebiet von vier Gemeinden (Wieselburg, Wieselburg-Land, Bergland und Petzenkirchen) und weist eine Fahrbahnbreite von 12,5 Metern auf. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird auf der gesamten Umfahrungsstraße eine so genannte 2+1 Markierung ausgeführt. Das bedeutet, dass für jede Fahrtrichtung wechselweise ein zweiter Fahrstreifen für sichere Überholvorgänge zur Verfügung stehen wird. Zum Schutz der Anrainer vor dem Verkehrslärm wurden auf einer Gesamtlänge von rund zehn Kilometern Lärmschutzwände errichtet.

Ursprünglich war die Verkehrsfreigabe der Umfahrung ja bereits für Herbst 2020 geplant gewesen. Der Brückeneinsturz am 7. Juni des Vorjahres hat aber zur Verzögerung des Projektes geführt. "Jetzt findet ein Projekt seinen Abschluss, das über viele Jahrzehnte hinweg diskutiert wurde und viele Hürden nehmen musste", weiß Schleritzko.