Viele Projekte, die Gemeinden verbinden. Die bezirksübergreifende Zusammenarbeit der In-Region mit Bergland, Petzenkirchen, Wieselburg und Wieselburg-Land wurde präsentiert.

Von Claudia Christ. Erstellt am 28. März 2021 (05:32)
Präsentierten den Strategieplan: Paul Schachenhofer (In-Region), Bürgermeisterin Lisbeth Kern (Petzenkirchen) mit ihren Kollegen Karl Gerstl (Wieselburg-Land), Walter Wieseneder (Bergland) sowie Regionssprecher und Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner.
Christ, Christ

Seit Jahren machen die vier Gemeinden Wieselburg, Wieselburg-Land, Petzenkirchen und Bergland als In-Region gemeinsame Sache. Nun wurde der Abschlussbericht des Strategieplanes 2016 bis 2020 dargelegt.

Verkehr und Pflege: Zusammenarbeit trug Früchte

Der neu gewählte In-Regionssprecher und Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner richtete zu Beginn der Präsentation, die im Gemeindehaus in Bergland stattfand, Dankesworte an seinen abwesenden Vorgänger Günther Leichtfried, der von 1999 bis 2019 als Sprecher der Kleinregion viele Impulse gesetzt hat.

Zwei Dinge hob Leitner von all den zahlreichen Projekten besonders hervor, „nämlich der Bau der Umfahrung, die uns in vielen Dingen vor Herausforderungen gestellt hat. Das reicht von raumplanerischen Überlegungen bis hin zum Verkehrsleitsystem und der Entwicklung eines Werbesystems.“ Themen, mit denen sich die vier Bürgermeister auch noch in der Zukunft auseinandersetzten werden müssen.

„Wir sind da sicher nicht am Ende angelangt. Es gilt auch für das Potenzial, das die Umfahrung mit sich bringt, gute Lösungsansätze gemeinsam zu finden“, meint Leitner und zielt dabei auf das Thema Betriebsansiedelungen entlang der Umfahrungstrasse ab.

Die Zusammenarbeit in puncto Verkehrswege und im Pflegebereich hat ebenfalls in der Kleinregion bereits Früchte getragen. „Mit der Tagebetreuungsstätte und dem Ärztezentrum ist die Versorgung für alle Generationen in der Region gesichert“, betont Wieselburg-Lands ÖVP-Bürgermeister Karl Gerstl.

Mit der Einführung des Discobusses und dem In-Region-Bus, der auch in Petzenkirchen – der Gemeinde von Gründungsmitglied SPÖ-Bürgermeisterin Lisbeth Kern – sehr gut von der Bevölkerung angenommen wird, wurde ein weiterer Meilenstein geschaffen. „Wir als kleine Gemeinde können uns bei Wieselburg nur bedanken, denn die Gemeinde übernimmt dabei einen Großteil der Kosten“, meint Kern.

„Wir sind sicher nicht am Ende angelangt. Es gilt auch für das Potenzial, das die Umfahrung mit sich bringt, gute Lösungsansätze gemeinsam zu finden.“ Josef Leitner, Kleinregionssprecher und Bürgermeister

Dass die Zusammenarbeit der vier Gemeinden trotz politisch unterschiedlicher Couleurs auf einer guten Gesprächsbasis basiere, betonte Berglands ÖVP-Bürgermeister Walter Wieseneder. „So arbeiten wir auch zum Beispiel bei der Covid-Teststraße in Wieselburg zusammen.“

Eine Zusammenarbeit die sich in den vergangenen vier Jahren für alle bewährt hat und die auf diesem erfolgreichen Kurs weitergeführt werden soll.

Rad-Highway als künftiges Ziel

Ein künftiges Ziel ist das gemeindeverbindende Projekt „Radwege“, das bereits mit einer Auftaktveranstaltung im Februar eingeleitet wurde. Gemeinsam mit den Gemeinden Steinakirchen und Wolfpassing soll hier das Radwegenetz verbindend ausgebaut werden.

Langfristiges Ziel ist ein Rad-Highway, der von Ybbs ausgehend alle Kommunen der In-Region verbinden soll. Gerade die Stadt Wieselburg, aber auch die umliegenden Gemeinden, zeigten sich schon die vergangenen Jahre engagiert um den Ausbau der Radwege. Mit der Basisnetzplanung erhält dieses Engagement nun Rückenwind.

Grundlage für dieses Projekt ist eine Verkehrszählung, die im Herbst 2021 durchgeführt werden soll.