Virtuell am FH-Campus Wieselburg unterwegs. Mit ihrem Start-up „Weitblick“ bieten Jakob Rodlauer und Marc Zeiringer 3D-Scans von Gebäuden an. So ist es möglich, durch ein Haus zu wandern, ohne es tatsächlich zu betreten. Die Geschäftsidee hatten die beiden am Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt, wo sie nun eine 360-Grad-Tour der Hörsäle und Labore produzierten.

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 31. Januar 2021 (12:00)
Marc Zeiringer (Co-Geschäftsführer und technischer Leiter bei „Weitblick“) fotografierte mit seiner 3D-Scan-Kamera den Campus Wieselburg.
FHWN

In Zeiten von Corona ist es für junge Menschen schwer, sich für die richtige Hochschule zu entscheiden. Tage der offenen Tür müssen ausfallen. Am Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt können sich Interessierte aber jetzt virtuell umschauen und alle Gebäude genau erkunden. „Damit reagieren wir auf die Bedürfnisse unserer zukünftigen Studierenden, denn bei der Wahl der Hochschule ist der Wohlfühl-Faktor natürlich ein ausschlaggebender Punkt“, sagt Standort Marketing-Leiterin Ilse Kurz.

Per Mausklick bewegen sich User durch den Campus. Per Navigationsleiste kann man sich auch zu den wichtigsten Räumen und Plätzen führen lassen. „Uns war es besonders wichtig, eine Tour von unserem Campus zu erstellen“, sagt Weitblick-Geschäftsführer Jakob Rodlauer, der hier gerade das Bachelorstudium Produktmarketing & Projektmanagement absolviert. „Denn mein Geschäftspartner Marc und ich haben auf dem Gelände sehr persönliche Momente erlebt.“ Kollege Marc Zeiringer ist Absolvent des Campus Wieselburg. Die beiden entwickelten ihr Geschäftsmodell gemeinsam an der Hochschule.

Mit ihrem Start-up „Weitblick“ bieten die beiden solche virtuellen Rundgänge, 3D-Scans und 360-Grad-Fotografien mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im kommerziellen, kulturellen und privaten Bereich an. Viele Aufträge kommen aus der Immobilienbranche. Die Idee hatten die beiden im Sommer 2020. „Die zunächst anvisierte Zielgruppe der Architekten und Baufirmen wurde bald durch die Hotellerie, den Einzelhandel, Restaurants und Ausstellungen erweitert, und wir haben dann nach und nach das wachsende Potenzial unserer Arbeit realisiert“, schildert Zeiringer.

Infrarot-Daten ermöglichen Spaziergang

Einen Tag lang dauerten die Aufnahmen am Campus Wieselburg, danach folgten mehrere Wochen des Zusammenfügens aller Aufnahmen. Diese wurden mit modernsten Geräten und Kameras, die jede für sich mehrere tausend Euro kostet, durchgeführt. Eine 3D-Scan-Kamera erfasste dabei normale Bilddaten und gleichzeitig Infrarot-Raumdaten. Dank der vielen Scans und Fotografien, die gemacht wurden, sind flüssige Bewegungen zwischen verschiedenen Punkten möglich. So können Interessierte virtuell durch den Campus „schlendern“. So heißt es ab nun: „Willkommen zum virtuellen Rundgang!“

Die Tour finden Sie unter: wieselburg.fhwn.ac.at/campustour