20 Jahre „Birdwatching“ in Steinakirchen

Der Biologie-Lehrer Ingolf Völker befasst sich mit Brutvögeln in seiner Region. Seine Zählstrecke in Steinakirchen ist eine der wenigen, die seit 20 Jahren analysiert wird.

Erstellt am 26. Mai 2018 | 05:00
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Ingolf Völker beim Erklären seiner Datenlisten, die er seit 20 Jahren für BirdLife Österreich erstellt.
Foto: Jakob Zuser

In der Natur gibt es zahlreiche Vogelarten, die jeden Tag bei Spaziergängen entdeckt werden können. Seit genau 20 Jahren gibt es in Österreich ein Brutvogel-Monitoring – initiiert von „BirdLife Österreich“. Dabei werden Daten über die Bestandsentwicklung sämtlicher Arten gesammelt und ökologische Zusammenhänge erforscht.

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„Ich kann die 70 wichtigsten Vogelarten durch ihre Laute zuordnen“

Ingolf Völker aus Steinakirchen engagiert sich seit dem Beginn des Projekts und betreut dabei eine Zählstrecke. „Zwei Mal im Jahr gehe ich die Strecke ab und besuche dabei 12 festgelegte Punkte. Dabei wird versucht, fünf Minuten lang alles, was man sieht und hört zu notieren“, erklärt Völker. Daraufhin wird in eine Liste eingetragen, welche Vogelarten sich im Umkreis befinden. Dazu ist allerdings ein gutes Gehör von Nöten. „Ich kann die 70 wichtigsten Vogelarten durch ihre Laute zuordnen“, erklärt der Biologie-Lehrer.

400 Personen erfassen Daten in Österreich

Die eingesendeten Datenlisten werden für österreichweite Statistiken verwendet. Im ganzen Land gibt es 400 Personen, die in ihrer Region Daten erfassen. Alle fünf Jahre wird eine Publikation mit Trendanalysen veröffentlicht. Völker erklärt: „Es lässt sich erkennen, dass gerade der Bestand der Arten, die landwirtschaftliche Flächen brauchen, drastisch abnimmt.“

Die Motivation für die ehrenamtliche Arbeit entstand aus fachlichem Interesse, doch er ist sich sicher: „Meine Zählstrecke ist eine der wenigen, die von Anfang an betreut wurde und das wird auch fortgeführt werden – vielleicht mein Leben lang.“