124 neue Busse für das Mostviertel. Mit Schulbeginn gibt es eine völlig neue Busflotte und auch ein verbessertes Linienangebot.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. August 2019 (06:06)
Josef Bollwein
Josef Bollwein

Mit Schulstart am 2. September tritt das neue Regionalbuskonzept des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) in Kraft. Neben zusätzlichen 1,2 Millionen Bus-Kilomern pro Jahr, sowie mehr Verbindungen, bringt das neue System für Amstetten, das Ybbstal, die Bezirke Scheibbs und Melk, die Krumpe und das Pyhra-Traisental auch eine neue Busflotte. 124 barrierefreie, moderne, klimatisierte Busse mit Mehrzweckabteil etwa für Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen und WLAN- sowie USB-Steckdosen sind ab 2. September auf den 53 Regionalbuslinien im Mostviertel im Einsatz – einheitliches VOR-Design der Busse inklusive.

„Das Land Niederösterreich nimmt alleine dieses Jahr 95 Millionen Euro in die Hand, um Bus- und Bahnangebote zu bestellen. Wir werden diesen Wert 2020 auf mehr als 130 Millionen Euro erhöhen. Wir treiben damit die Mobilitätswende weiter voran und kommen unserer Verantwortung in Fragen des Klimaschutzes mit konkreten Taten nach. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden, sondern werden auch in den kommenden Jahren kräftig investieren“, hebt Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko hervor.

Die Verkehrsplaner des VOR haben in unzähligen Einzelgesprächen und Diskussionen Wünsche und Anregungen aus der Region aufgenommen und nach Möglichkeit in neue Fahrpläne umgelegt. So werden etwa die Erlauftalbahn und Mariazellerbahn nunmehr per Regionalbus direkt miteinander verbunden. Auch die Taktung zahlreicher Buslinien haben sich verdichtet (siehe ganz unten). Eine Verbesserung verspricht VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll auch für den Schülerverkehr: „Wir haben die Busse noch mehr auf Schulbeginn- und -endzeiten abgestimmt – auch von der Busgröße her“, sagt Schroll.

Barrierefreiheit

Bei der Neuausschreibung der Buslinien setzte sich im Mostviertel und Alpenvorland als Bestbieter die ÖBB Postbus GmbH und N-Bus GmbH durch.

„Mit der gänzlich barrierefreien Busflotte in sofort erkennbarem VOR-Design sowie modernsten Fahrgastinformationssystemen schaffen wir ab Herbst mehr Klarheit und Übersichtlichkeit für die Fahrgäste. Insgesamt bildet das Gesamtsystem, bestehend aus VOR Regio Bussen sowie den Regionalbahnen bzw. der Westbahnstrecke, ein bedarfsgerechtes öffentliches Verkehrsangebot für das Mostviertel und Alpenvorland“ ist Wolfgang Schroll überzeugt.

Dass trotz verbessertem Angebot und neuer Busflotte nicht alle Gemeinden mit der neuen Lösung 100-prozentig glücklich sind, zeigt sich allerdings auch. In Oberndorf etwa findet es VP-Bürgermeister Walter Seiberl schade, dass durch die Neuausschreibung heimische Unternehmen nicht mehr zum Zug kommen.