Bücherdorf in Purgstall: Das Ende einer Ära

Erstellt am 27. Februar 2022 | 06:08
Lesezeit: 2 Min
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Der neue Vorstand des Bücherdorfs Purgstall bedankt sich bei Gründerin Ingrid Fabris. Sie hat das Amt nun an Elisabeth Distelberger übergeben.
Foto: Bücherdorf
Ingrid Fabris baute mit ihrem Verein das größte Antiquariat Niederösterreichs auf.
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Ein Besuch im englischen Bücherdorf Hay-on-Wye Ende der 1990er-Jahre wurde für die Purgstallerin Ingrid Fabris zum Aha-Erlebnis. Mit einem antiquarischen Bücherladen, so war ihre Idee, könnte man dem aussterbenden Ortskern neues Leben einhauchen.

Verwirklicht wurde das Projekt durch die Gründung eines Dorferneuerungs-Vereins, der gespendete Bücher sammelte und schließlich drei Bücherläden betrieb, betreut von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im Lauf der Jahre wuchs das Bücher-Lager, die Bestände wurden katalogisiert und sind heute auf der Homepage www.buecherdorf.at abrufbar sowie online bestellbar. Mehrere 10.000 Bücher befinden sich heute im Fundus des Bücherdorfs. Aus drei Läden ist einer geworden, der aber an einer sehr feinen Adresse: Im Museum im Ledererhaus kann man vor oder nach dem Buchkauf sogar im idyllischen Museumsgärtchen schmökern.

Nach 22 Jahren Bücherdorf geht nun eine Ära zu Ende: Gründerin Ingrid Fabris hat Abschied von ihrem „Baby“ genommen und das Amt an ihre bisherige Stellvertreterin Elisabeth Distenlberger weitergegeben. Diese wird es nun mit viel Elan weiterführen.

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