Erlauftaler Promis: Vorfreude auf Zeit mit Familie. Das Fest der Familie muss heuer im kleineren Kreis stattfinden. Die NÖN hörte sich um.

Von Christian Eplinger, Karin Katona und Armin Grasberger. Erstellt am 23. Dezember 2020 (05:07)
Von links nach rechts: Stephan Pernkopf: „Weihnachten mit Kindern ist immer aufregend.“ Für Katharina Gallhuber gehts unmittelbar nach dem Weihnachtsfest auf den Semmering, Anton Sauprügl sagt : „Die Mette auf der Orgel zu begleiten ist meine Weihnachtstradition.“
Weingartner (Pernkopf), APA (Gallhuber), privat (Sauprügl)

Große Verwandtschaftstreffen gehören normal zum Weihnachtsfest so wie der Christbaum oder die Geschenke. Aber was ist 2020 schon normal? Auch das Weihnachtsfest steht in diesem Coronajahr ganz im Zeichen der Sicherheitsmaßnahmen und Regierungsauflagen.

„Weihnachten mit Kindern ist ohnehin immer aufregend“

Am Heiligen Abend und am Christtag dürfen bis zu zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten gemeinsam feiern. Bei den zehn Personen sind Kinder mitgezählt. Ab 26. Dezember tritt dann wieder der harte Lockdown in Kraft. Er beinhaltet die Sechs-Personen- und Zwei-Haushalte-Regel. Die NÖN hörte sich bei bekannten Persönlichkeiten des Bezirks um, was diese Einschränkungen für ihre Weihnachtsfeiern bedeuten.

Stephan Pernkopf: „Weihnachten mit Kindern ist immer aufregend.“
Weingartner

„Der Heilige Abend ist bei uns eigentlich in den letzten Jahren, seitdem die Kinder da sind, ein Abend, den wir im kleinsten Familienkreis verbringen“, schildert LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Dazu gehört auch ein Besuch der Kindermette, die heuer in Wieselburg allerdings ausfällt. „Stattdessen werden wir uns auf den in der Wieselburger Pfarrkirche gestalteten Weg zur Krippe begeben“, sagt Pernkopf.

Danach gibt es traditionell Fisch – einen Saibling von Anton Krenn – und die Bescherung, wobei Stephan Pernkopf für seine drei Kinder wieder selbst in der Werkstatt Hand angelegt hat. „Weihnachten mit Kindern ist ohnehin immer aufregend. Heuer noch mehr, weil erstmals auch Gabriel dabei ist, der mit seinen zehn Monaten gerade zu Gehen beginnt“, erzählt Pernkopf.

Ausfallen müssen heuer allerdings die Verwandtschaftstreffen der Pernkopfs – normalerweise große Familienzusammenkünfte – und die Feier des 5. Geburtstages von Matthäus am 27. Dezember. „Das wollen wir heuer nicht riskieren. Da geht die Sicherheit bevor. Meinen Eltern werden wir allerdings einen Besuch abstatten, aber auch hier mit Abstand und Maske“, sagt Pernkopf.

Anton Sauprügl: „Die Mette auf der Orgel zu begleiten ist meine Weihnachtstradition.“
privat

Der 24. Dezember beginnt für Anton Sauprügl, Musiker, Musikschulleiter und ehemaliger „Global Kryner“ aus Purgstall, mit einem Frühstück im Familienkreis. „Ich lade meine Kinder und Enkel ein und starte ihnen zuliebe sogar früher voll in den Tag, als ich es als Nachtmensch sonst mache“, scherzt Sauprügl.

Am Heiligen Abend steht die Musik im Vordergrund. „Es ist eine alte Tradition für mich, in der Christmette die Orgel zu spielen. Da heuer aufgrund der Coronamaßnahmen zwei Metten stattfinden, bin ich zweimal im Einsatz.“ Für die Mette hat er auch ein Klarinetten-Quartett aus ehemaligen Schülern zusammengestellt. „Sie spielen sehr gut. Absolut hörenswert“, sagt der Musiklehrer.

Am 25. Dezember hofft er, die Reise zu seiner Lebensgefährtin nach Deutschland antreten zu können: „Mit zwei Wochen Ferien kann ich auch eine Quarantäne riskieren. Hauptsache, wir sehen uns“, hofft Sauprügl.

Für Katharina Gallhuber gehts unmittelbar nach dem Weihnachtsfest auf den Semmering.
APA

Katharina Gallhuber hat als ÖSV-Weltcup-Rennläuferin einen prall gefüllten Terminkalender.

Kurz vor Weihnachten warten die österreichischen Meisterschaften auf die Göstlingerin, kurz nach dem Heiligen Abend stehen mit den Heimrennen am Semmering zwei besondere Events auf dem Programm. Heuer eben ohne Zuschauer:

 

Dazwischen wird sie „auf jeden Fall zur Familie heimfahren“, wie sie im NÖN-Interview verrät. „Gefeiert wird aber nur im engsten Kreis. Und wenn sich alle testen, können wir auch entspannt feiern.“ Besonders freut sich Gallhuber auf ihre Großeltern. „Oma und Opa habe ich lange nicht mehr gesehen. Sie rufen mich mittlerweile jeden Tag an.“

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