Purgstall: Im Wald der Christbäume

Erstellt am 09. Dezember 2021 | 13:43
Lesezeit: 3 Min
Bei Christbaumbauer Engelbert Auer in Feichsen herrscht jetzt Hochbetrieb.
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Liebevoll streicht Engelbert Auer über die Zweige einer etwa zwei Meter hohen Nordmanntanne in seinem Wald in Feichsen 23. „Heuer sind sie besonders schön“, sagt der Christbaumbauer. „Durch den vielen Regen haben die Bäume aus dem Boden nicht nur viel Wasser, sondern auch viele Nährstoffe aufnehmen können. Dadurch haben sie besonders schöne Nadeln, saftig und grün.“ Auch die kühleren Temperaturen haben den Christbäumen gutgetan: „Insgesamt hätten die Bedingungen nicht besser sein können.“

Einige Kunden haben uns sogar schon Fotos von ihren geschmückten Christbäumen geschickt. Sie wollen den Baum schon im Advent genießen.“ Engelbert Auer

Schon jetzt herrscht beim Christbaumwald in Feichsen Hochbetrieb. „Die Bäume sind rund um den elften Vollmond, am 19. November, geschnitten worden. Der Schnitt-Zeitpunkt ist wichtig, damit sie möglichst lange frisch bleiben“, erklärt Engelbert Auer. Der Verkauf, so habe er festgestellt, sei heuer schon früher losgegangen als sonst. „Die Leute sind mehr zuhause und wollen es sich gemütlich machen“, vermutet er. „Einige Kunden haben uns sogar schon Fotos von ihren geschmückten Christbäumen geschickt. Sie wollen den Baum schon im Advent genießen.“

„Sie hat die früher beliebte Fichte längst abgelöst. Denn die Nadeln sind weich, dichter und stechen nicht.“ Engelbert Auer

Der Christbaum Nummer eins in unseren Breiten sei die Nordmanntanne: „Sie hat die früher beliebte Fichte längst abgelöst. Denn die Nadeln sind weich, dichter und stechen nicht.“ Wer sich seinen Christbaum im Wald selbst aussuchen möchte, sollte vor dem 19. Dezember kommen. Denn dann ist der zwölfte Vollmond und damit der nächste ideale Schnitt-Zeitpunkt für den Baum. „Der Baum wird dann mit einem Mascherl gekennzeichnet“, verrät Auer.

„Der Wald gibt dem Menschen so viel. Ich gehe täglich in den Wald. Das ist mein Lebenselixier.“ Engelbert Auer

Wenn beim Gang in den Wald Zeit bleibt und man den Christbaumbauern nach seinen Bäumen fragt, kommt er schnell ins Erzählen. Denn die Christbäume, sagt Auer, seien nach all den Jahren immer noch seine Leidenschaft: „Ich möchte keine andere Arbeit machen. Der Wald gibt dem Menschen so viel. Ich gehe täglich in den Wald. Das ist mein Lebenselixier.“ Und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich gebe es zu, ich rede auch manchmal mit meinen Bäumen.“

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