Weniger Pleiten von Firmen und Privaten. Nur fünf Betriebe schlitterten im ersten Halbjahr in die Insolvenz – im Vorjahr waren es noch mehr als doppelt so viele.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 31. Juli 2014 (06:31)
Erwin Wodicka, Erwin Wodicka
Mit der Wirtschaft im Ötscherland geht es weiter bergauf. Diesen Schluss lässt zumindest die Halbjahres-Statistik vom Gläubigerschutzverband Creditreform zu. Denn von Jänner bis Ende Juni 2014 gab es im Bezirk lediglich fünf Firmeninsolvenzen – um gleich sechs weniger als noch im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Ex aequo mit Krems auf dem sechsten Platz

Die größte Insolvenz im Bezirk betraf das Transportunternehmen Josef Mitterbauer aus Oberndorf mit einer Überschuldung von knapp 600.000 Euro. Aber auch von diesem Unternehmen gibt es bereits wieder Positives zu berichten.

Das Landesgericht St. Pölten hat in der Vorwoche den von Masseverwalter Christian Kies vorgelegten Sanierungsplan mit einer Quote von 21 Prozent rechtskräftig bestätigt. Damit ist das Sanierungsverfahren über das Unternehmen Mitterbauer beendet.

Der Scheibbser Bezirk liegt mit fünf Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr ex aequo mit dem Bezirk Krems an sechster Stelle aller NÖ-Bezirke, gemessen an den absoluten Zahlen. Der Bezirk mit den absolut wenigsten Insolvenzen ist Lilienfeld. Hier gab es im ersten Halbjahr 2014 nur zwei Firmenpleiten. Niederösterreichweit gab es einen Rückgang bei den Firmeninsolvenzen um sieben Prozent – von 488 auf 455.

Wenig Bewegung bei den Privatinsolvenzen

„Die Insolvenz-Entwicklung scheint der Krisenstimmung und dem notorischen Pessimismus zu trotzen“, analysiert Creditreform-Geschäftsführer Rainer Kubicki, warnt aber, dass die heimischen Unternehmen immer mehr ihre Zuversicht verlieren und dringend positive Impulse benötigen würden.

Wenig Bewegung gab es im Bezirk bei den Privatinsolvenzen. Diese sind im ersten Halbjahr von acht auf sieben gesunken, der fünftniedrigste Wert in Niederösterreich.