Wieselburger Freibad: „Wir sind bereit für 600 Gäste“. Diesen Mittwoch öffnete das Freibad in Wieselburg seine Pforten. Noch bei relativ „eisigen“ Wassertemperaturen von 18 Grad.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. Mai 2021 (12:52)
Freuen sich auf einen hoffentlich warmen und sicheren Badestart im Wieselburger Freibad (von links): Petra Plankenbichler, Elfriede Wagner, Bademeister-Stellvertreter Andreas Kollmer-Fußthaler, Vizebürgermeister Peter Reiter, Bademeister Dietmar Haas und Mario Steiner.
Christian Eplinger, Christian Eplinger

NÖN-Lokalaugenschein am Freitagvormittag im Wieselburger Freibad. Die letzten Vorbereitungsarbeiten laufen. Das Freibad-Team arbeitet auf Hochtouren, damit bis zum geplanten Saisonstart am Mittwoch, 19. Mai, alles perfekt ist. Auch alle Becken sind bereits gefüllt (mit Granderwasser!).

Zweieinhalb Tage lang dauert dies, wobei auf Etappen gefüllt wird, um die Wasserversorgung nicht zu gefährden. Die Wassertemperatur beträgt aktuell zwölf Grad, bis zum Aufsperren sollte sie zumindest bei 18 Grad liegen, wenn die Solarheizung genug Wärme erzeugt. Um die 1.200 zahlende Besucher (plus Kleinkinder unter sechs Jahren) strömen an schönen Tagen ins Wieselburger Freibad – zumindest zu normalen Zeiten.

Aktuell ist bei 600 Badegästen Schluss. Auch wenn in den Freibädern nicht die 20 m 2 -pro-Person-Beschränkung gilt, der Zwei-Meter-Abstand muss gewährleistet sein – auf der Liegewiese genauso wie im Wasser.

„Natürlich schauen wir so gut als möglich, dass es nirgends zu Ansammlungen kommt, der Abstand überall eingehalten wird und in Innenbereichen wie den Kabinen oder WC-Anlagen sowie im Gastrobereich FFP-2-Masken getragen werden. Aber das steht und fällt mit der Eigenverantwortung der Besucher und deren Disziplin. Unsere Bademeister und Mitarbeiter können nicht ständig Ordnungspolizei spielen“, weiß der für das Freibad zuständige Vizebürgermeister Peter Reiter (SPÖ).

Im Wasser könnten 100 Leute gleichzeitig sein

Zugute kommen da natürlich die relativ großen Liegeflächen (knapp 7.000 m2) sowie die Wasserfläche im Schwimmbereich von 1.200 m2. Somit können gut 100 Leute gleichzeitig im Becken sein. Und das ist nur selten der Fall, weiß Peter Reiter. Dennoch kommt es mitunter zu Ansammlungen im Wasser, weil beim Abkühlen auch gerne geplaudert wird. „Nur wenige Gäste gehen rein, schwimmen ihre Längen und gehen wieder raus. Aber gerade die Geselligkeit macht ja einen wichtigen Teil beim Freibadbesuch aus“, weiß Peter Reiter.

Die sollte auch trotz Pandemie nicht zu kurz kommen – wenngleich eben mit dem nötigen Abstand. Eng wird es mitunter an schönen Tagen im Kleinkinderbereich sowie beim Anstellen am Sprungturm und bei der Erlebnisrutsche. Da achten dann die Bademeister genau darauf, dass die Abstände eingehalten werden.

Im Vorjahr hat das schon gut funktioniert. Nur drei Mal ist man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Da musste das Freibad dann gesperrt werden. „Aber im Laufe so eines Badetages herrscht auch ein ständiges Kommen und Gehen“, sagt Reiter. Fix immer rein dürfen die Saisonkartenbesitzer – für die wird bei den Tageskarten ein entsprechendes Kontingent zurückgehalten. Das sind in Wieselburg um die 200 Personen. Auch heuer hat man deshalb bis 31. Mai eine Saisonkartenaktion (minus 30 Prozent) laufen.

Beim Zutritt zum Freibad gilt die 3-G-Regel: geimpft, genesen oder getestet. Eine Registrierung entfällt beim Eingangsbereich. Die gibt es nur im Gastrobereich, wo Pächter Mustafa Habib ja schon auf die Vorjahreserfahrungswerte zurückgreifen kann. Verstärkt Augenmerk wird auch heuer wieder auf die Hygiene im Freibad gelegt. „Wir haben die Reinigungszyklen sowohl bei den Geländern im Badebereich als auch auf den Toilettenanlagen wieder erhöht“, weiß Reiter.

Vorerst nicht in Betrieb ist die Saunaanlage. Die bleibt zumindest bis 31. August geschlossen. „Mit der 20 m 2 -pro-Person-Beschränkung im Indoor-Bereich hätte das keinen Sinn. Wir werden sehen, ob die Verordnungen im Herbst ein Öffnen zulassen“, sagt Peter Reiter.