44 Jahre in der Apotheke tätig. Den Freitag vor Weihnachten wird Uli Traxler lange nicht vergessen. Es war dies ihr letzter offizieller Arbeitstag in der Apotheke Wieselburg.

Von NÖN Redaktion. Update am 30. Dezember 2020 (13:03)

Jenem Betrieb, in dem sie vor über 44 Jahren – 1976 – ihre Drogistin-Lehre begonnen hatte. „Eigentlich wollte ich Krankenschwester werden und mit einer Freundin nach Wien gehen, um dort die Ausbildung zu machen. Denn die gab es damals nur in Wien. Aber nachdem ich das einzige Mädchen unter fünf Geschwistern war, wollten mich meine Eltern nicht wirklich nach Wien gehen lassen. Und da sie Magister Hans Dutz, der damals die Apotheke innehatte, gut kannten, haben sie mir gemeinsam diese Lehre nahegelegt“, erzählt Uli Traxler im NÖN-Gespräch.

Ein Schritt, den die Wieselburgerin, die am 13. Jänner ihren 60er feiern wird, nie bereut hat. Drogistin, Apothekenhelferin und nun pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz waren ihre beruflichen Bezeichnungen. Für die meisten Mitarbeiterinnen und Kunden war sie aber einfach die Frau Traxler oder die Uli. Denn in fast 45 Jahren erlebt man so einiges und baut auch Beziehungen zu den Kunden auf. Mittlerweile hatte sie in der Apotheke Wieselburg bereits einen „Chef“ und zwei „Chefinnen“ (Christine Scheutz und Petra Esletzbichler).

„Ich bin mit allen immer gut ausgekommen. Aber das liegt in meinem Naturell“, sagt die stets gut gelaunte künftige Jungpensionistin, die sich selbst als „kommunikativen Typen“ bezeichnet. Aktuell verbraucht sie noch ihren Resturlaub, ehe sie mit 1. Februar 2021 endgültig in Pension gehen wird. Auch mit einem etwas „weinenden Auge“, wie sie gesteht. „Ich habe meine Arbeit immer sehr gerne gemacht. Aber nun werde ich meine Zeit anders nutzen. Kochen, shoppen und reisen stehen bei mir ganz hoch im Kurs“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. -ce-