Bursch stahl T-Shirts: „Kann mir nichts Teures leisten“. Angeklagter ließ drei T-Shirts mitgehen, zeigte jedoch tätige Reue.

Von Karin Katona. Erstellt am 14. April 2018 (05:00)
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Symbolbild

„Ich wollte auch einmal ein paar schöne T-Shirts haben“, begründet ein 19-jähriger Bursch aus Hausmening die Tat, wegen der er sich am vergangenen Mittwoch vor dem Bezirksgericht Scheibbs verteidigen musste. Mit drei – nicht bezahlten – T-Shirts, versteckt in seiner Jacke, hatte der Angeklagte beim Verlassen eines Sportgeschäfts in Wieselburg den Alarm ausgelöst.

Obwohl er den Schaden samt Bearbeitungskosten sofort beglich und sich für den „Blödsinn“ bei der Geschäftsleitung entschuldigte, brachte er sich mit seiner Tat vor Bezirksrichter Oliver Baumschlager. „Ich bin nicht mit der Absicht ins Geschäft gegangen, etwas zu stehlen. Das Ganze tut mir unendlich leid. Ich verstehe nicht, warum ich so einen Blödsinn gemacht habe“, versichert der Bursch. Dabei geht es im Leben des jungen Mannes auch ohne Strafdelikte drunter und drüber.

„Ich bin im Substitutionsprogramm und bemühe mich derzeit um einen Therapieplatz in Mauer“, schildert der Angeklagte seine Anstrengungen, seine Drogensucht in den Griff zu bekommen. Nach dem Entzug in Mauer wolle er eine Langzeittherapie beginnen, „damit ich mein Leben auf die Reihe kriege.“

Der Richter hat ein Einsehen und verhängt eine milde Geldstrafe von insgesamt 240 Euro. Eine bedingte Haftstrafe aus einem früheren Strafverfahren, in deren Probezeit die aktuelle Tat fällt, muss der Angeklagte nicht absitzen, da der Richter die Probezeit verlängert.