Digitalisierung am Acker. Die Herausforderungen für die Landwirte der Zukunft standen am Mittwoch im Zentrum der Wintertagung des Ökosozialen Forum im Josephinum.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 07. Februar 2017 (05:00)
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Die „Landlust“- Idylle muss einem realistischen Bild von modernen, produktiven, digitalisierten und auch nachhaltigen Arbeitsprozessen weichen, waren sich die Landtechnik-Experten bei der Wintertagung im Francisco Josephinum einig. Im Bild von links: Heinrich Prankl, Hans Mayrhofer, Alois Rosenberger, Eberhard Nacke, Markus Baldinger und Stephan Pernkopf.
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Unser Essen. Unsere Regionen. Wer wird uns morgen versorgen? Zu diesen Themen fand in der Vorwoche die 64. Wintertagung des Ökosozialen Forums statt.

Erstmals Fachtag zum Thema Landtechnik

Dabei handelt es sich um die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung Österreichs. Zum ersten Mal gab es im Rahmen dieser Wintertagung einen Fachtag zum Thema Landtechnik.

Dieser ging unter Anwesenheit zahlreicher Experten aus dem In- und Ausland im Schloss Weinzierl über die Bühne. Neben Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen bot die Veranstaltung für die rund 150 Teilnehmer die Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen auszutauschen.

Zur Sprache kamen die grundlegenden Herausforderungen, denen die Landwirtschaft der Zukunft gerecht werden muss. Oftmals sind es direkte Anforderungen an eine hochentwickelte Technisierung, ohne die die erforderliche Produktivität ganz klar unerreichbar wäre.

"In der Agrartechnik warten spannende Aufgaben"

„Ohne Landtechnik könnte man weltweit nur rund 1,5 Milliarden Menschen ernähren“, stellte Eberhard Nacke von der Firma Claas in seinem Vortrag klar. Ressourcenknappheit und ein Mangel an Arbeitskräften im landwirtschaftlichen Bereich erfordern höhere Produktivität, die nur durch den Einsatz modernster Landtechnik zu bewältigen sei.

Dahinter stehe ein enormes Innovationspotenzial. Der Präsident des Ökosozialen Forums Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf sprach diesbezüglich direkt die bei der Tagung anwesenden Schüler des Francisco Josephinum an: „In der Agrartechnik warten viele spannende Aufgaben auf Nachwuchsexperten.“

Die Ausbildung von Landtechnik-Experten geht am Josephinum Hand in Hand mit Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

„Die Landwirtschaft ist eine der innovativsten Branchen überhaupt.“Eberhard Nacke, Firma Claas

Forschungsleiter Heinz Prankl stellte in seinem Vortrag den aktuellen Stand der Technik ins Rampenlicht: Was ist Smart Farming? Was gibt es in diesem Bereich schon? Was wird die Zukunft bringen? Feststehe, dass Sensortechnik und vernetzte Informationen die Arbeit der heimischen Landwirte noch transparenter und effizienter machen werden.