Ein Jubiläum mit Weichenstellung bei Maitz. Seit 90 Jahren gibt es den Installateurbetrieb Maitz in Wieselburg. Ab 1. April unter einem neuen Eigentümer.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. März 2020 (12:52)
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Gratulierten Karl (links vorne) und Johann (rechts vorne) Maitz zum 90-jährigen Firmenjubiläum und zur guten Nachfolgeregelung: WK-Bezirksobfrau Erika Pruckner (vorne Mitte) sowie WKNÖ-Vizepräsident Josef Breiter, Wirtschaftsstadtrat Josef Lechner, AKNÖ-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser, WK-Bezirksstellenleiter Augustin Reichenvater und Bürgermeister Karl Gerstl (stehend von links).
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Es herrschte eine sehr familiäre und gute Stimmung bei der Mitarbeiterehrungsfeier der Anton Maitz GmbH am Donnerstagabend im Wieselburger Brauhaus. Ein Familienunternehmen, das heuer seinen 90. Geburtstag feiert – allerdings der letzte, in dem die Firma im Eigentum der Familie Maitz steht.

„Wir werden mit 1. April die Firma an die Firma Maroschek/Klenk & Meder verkaufen. Die Verträge werden zwar erst Mitte März unterzeichnet, aber es ist alles ausverhandelt. Es wird einen nahtlosen Übergang geben. Auch alle unsere 14 Mitarbeiter inklusive meinem Bruder und mir selbst werden übernommen“, erklärt Karl Maitz, der gemeinsam mit seinem Bruder Johann seit 1980 das Familienunternehmen in dritter Generation führt. Sein Großvater Anton Maitz hatte 1930 gemeinsam mit seinem Bruder Johann die Firma als Bau- und Galanteriespengler mit Wasserinstallationen in der Wieselburger Steggasse gegründet. Bis heute ist der Firmenstandort unverändert, auch wenn der Aufgabenbereich inzwischen die gesamte Haustechnik umfasst.

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Mitarbeiterehrung bei der Firma Maitz, von links, vorne: Gabi Reisinger (23 Jahre in der Firma), Doris Bernreiter (23), Roman Wurzer (10); stehend: Josef Breiter, Karl Maitz (40), Erika Pruckner, Thomas Leihs (10), Tobias Streimelweger (29), Roland Kämpf (12), Robert Karner (20), Josef Wenk (40), Manfred Spieler (24), Harald Frühauf (23), Helmut Wieser und Johann Maitz (44).
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Bis zur Fertigstellung des neuen Firmengebäudes von Klenk & Meder hinter dem Haubenberger-Werk (ehemaliges Neubacher) Anfang 2021 – der Spatenstich ist für Ende März geplant – wird das Installationsunternehmen weiterhin in der Steggasse seinen Firmensitz haben. Auch die Kunden werden von dort aus betreut. Selbst der Firmenname Maitz bleibt erhalten. „Für die Kunden und die Mitarbeiter ändert sich nichts – und das war uns das Wichtigste“, betonen Karl und Johann Maitz.

Karl, der im Juli 62 wird und den kaufmännischen Part gemanaget hat, wird noch vier Monate unter dem neuen Eigentümer im Unternehmen bleiben. Mit 1. August geht er in Pension. Bei Johann (wird 60), der der Techniker unter den beiden Brüdern ist, wird es noch zumindest zwei weitere Jahre dauern, bis er in Pension gehen kann. „Dennoch ist es für uns die beste Lösung, nachdem mein Sohn zwar Techniker ist, aber bei der Firma ZKW einen guten Job hat und dort bleiben wird und sich kein anderer Nachfolger aufgetan hat“, erklärt Johann Maitz. Übrigens: Die beiden sind genauso wie Josef Wenk schon über 40 Jahre bei der Firma Maitz beschäftigt.