Ein Nachruf für Karl Srb: "Im Netz der Herzlichkeit". Karl Srb, langjähriger Mitarbeiter des Erlaftalboten und der Erlauftaler NÖN, verstarb am Pfingstmontag im 82. Lebensjahr. Eine große Trauergemeinde gab ihm am Freitag letztes Geleit.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 28. Mai 2018 (09:16)
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Karl Srb,„Schau in mein Gesicht und du siehst, ich war glücklich bis zuletzt. Lächle für mich weiter!“
privat

Wer Karl Srb kannte, kannte ihn meist mit einem Lächeln im Gesicht. Ein Lächeln, das wir seit Pfingstmontag vermissen. Da hat der Herrgott den 81-Jährigen völlig überraschend in der Nacht zu sich geholt.

Karl Srb war ein Mann mit einer optimistischen Lebenseinstellung, Einsatzfreude und einer immensen Herzlichkeit. „Er hat viele Netze in seinem Leben geknüpft. Netze des Glaubens, der Herzlichkeit und des Wissensdurstes – und das alles mit großer Lebensfreude“, betonte Pfarrer Josef Kowar in seinem Nachruf beim Requiem am vergangenen Freitag in der Wieselburger Stadtpfarrkirche.

Karl Srb wurde 1936 als Sohn von Landarbeitern in Oberstockstall (Bezirk Tulln) geboren. Er absolvierte die Matura an der Bundeslehrerbildungsanstalt in Krems. Nach einjährigem Dienst als Hauslehrer beim Grafen Thurn-Valsassina trat er in den Bundesdienst ein – allerdings nicht als Lehrer, sondern als Zollbeamter. „Ich habe zwar einen anderen Weg eingeschlagen, als ursprünglich vorgesehen, aber Zollbeamter wurde zu meinem Traumberuf“, schrieb Karl Srb in seinem selbst verfassten Lebenslauf „Mein wunderschönes Leben“.

Berufstitel "Regierungsrat" wurde Srb verliehen

Beim Zoll, wo er von 1956 bis 1998 mit einer kurzen Unterbrechung tätig war, arbeitete er sich zum Amtsdirektor und Amtsvorstand am Zollamt Amstetten hoch, ehe er in die damalige Finanzlandesdirektion für Wien, NÖ und Burgenland berufen wurde. Als Chefinspizierender/Zoll war er zuständig für Organisation und Personaleinsatz aller Zollbeamten im Niederösterreich. Für diese Tätigkeit wurde ihm der Berufstitel „Regierungsrat“ verliehen.

Nach seiner Pensionierung begann seine „zweite“ Laufbahn als Pressefotograf und journalistischer Mitarbeiter, zuerst beim „Erlaftalboten“, dann seit 2002 bei der NÖN. Mit 2015 beendete er die aktive Mitarbeit bei der NÖN und widmete sich ganz seiner Familie, seinem Hobby, dem Singen in Chören und Gesangvereinen der Region, und seiner Tätigkeiten, erst im Pfarrgemeinde- später im Pfarrkirchenrat der Pfarre Wieselburg.

Karl Srb war mit Elisabeth Srb verheiratet und hinterlässt „vier tüchtige Söhne“ (© Karl Srb): Wolfgang, Christoph, Michael und Stefan.