Erster großer Auftritt für neuen Kapellmeister Manuel Schachinger

Erstellt am 14. Juni 2022 | 09:55
Lesezeit: 4 Min
Die Brauereikapelle Wieselburg feierte mit dem Gambrinus-Konzert ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum. Höhepunkt war dabei die offizielle Taktstockübergabe.
Werbung

„Alte Freunde“ hieß der Marsch von Josef Zoller, mit dem Kapellmeister Johannes Distelberger am Samstagabend nach dreijähriger Pause wieder ein Gambrinus-Konzert in der gut gefüllten Messehalle 3 eröffnete. Ein bezeichnender Titel, war es doch für Distelberger das letzte Mal, dass er offiziell am Dirigentenpult der Brauereikapelle stand. Das Amt des Kapellmeisters hatte der Wieselburger Musikschuldirektor zwar schon im Vorjahr an Manuel Schachinger aus Waldhausen übergeben, doch am Samstag folgte nun auch die offizielle Taktstockübergabe.

Dabei war Distelberger erst der dritte Kapellmeister in der 70-jährigen Geschichte der Brauereikapelle Wieselburg. war in die Fußstapfen von Gründer Paul Rorzyczka und Karl Hametner getreten. 20 Jahre lang hatte er den Klangkörper geführt und zu neuen musikalischen Höhenflügen animiert. Höhepunkte seiner Amtszeit waren auch Gastkonzerte in ganz Österreich wie etwa beim Kurparkkonzert in Bad Ischl, vor den Toren des Mitbewerbers in der Salzburger Altstadt und am Hof in Wien. „Du hast einen tollen Klangkörper geformt und als Musikschuldirektor auch immer wieder für Nachwuchs in unserer Kapelle gesorgt“, bedankte sich Obmann Christian Huber mit einem Geschenk bei Distelberger. Dieser nahm daraufhin postwendend Platz bei den Trompeten. Dort bleibt er der Brauereikapelle erhalten.

Vom Zoller-Marsch bis zu den „Toten Hosen“

Danach waren die Blicke vor allem auf Manuel Schachinger gerichtet und er dirigierte die Kapelle durch ein abwechslungsreiches Programm – von Marsch über Polka bis hin zu Konzertwerken und Popsongs wie „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Dass er nicht nur ein guter Dirigent, sondern auch ein ausgezeichneter Musiker ist, bewies Schachinger mit den Braumusikanten. Dort ersetzt er künftig Franz Puchegger am Tenorhorn.

Übrigens auch die Braumusikanten feierten an diesem Abend ihr 35-jähriges Bestandsjubiläum. Als besonderes Geschenk brachte Gottfried Lettner dem Leiter des Ensembles, Franz Hametner, eine eigens komponierte „Polka für Franz“ mit.

Und da es schon drei Jahre kein Konzert mehr gegeben hatte, standen an diesem Abend natürlich auch etliche Ehrungen am Programm, die Bezirksobmann Werner Pitzl gemeinsam mit Manuel Schachinger überreichte. Übrigens: Eloquent und charmant durch den Abend führten die beiden Marketenderinnen Eva Teufl und Kathrin Kasser.

Weiterlesen nach der Werbung