Fitnessstudio & Corona: "Es geht um die Erhaltung der Lebensqualität"

Der Lockdown bedroht eine Branche: Mehr als neun Monate hatten Fitnessstudios in den letzten 21 Monaten geschlossen.

Erstellt am 07. Dezember 2021 | 16:13
Lesezeit: 1 Min
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Franz Reiser und Nathalie Feldbacher im leeren Fitnessstudio. Trainiert werden darf im Lockdown nicht. Auch die Trainer selbst dürfen sich nicht im Studio fit halten.
Foto: Eplinger

In „normalen Jahren“ würde man jetzt im Hinblick auf die ab Jänner/Februar zu erwartende Grippewelle Empfehlungen zwecks Stärkung des Immunsystems und der eigenen körperlichen Fitness lesen und hören. Aktuell hört oder liest man davon wenig. Genauso wenig wie von Fitnessstudios. Wobei das eine eigentlich Hand in Hand mit dem anderen geht. „Fitnessstudios werden eigentlich immer nur als Freizeiteinrichtung eingestuft, selbst von unserer eigenen Vertretung. Dabei sind wir in den letzten Jahren immer mehr zu einer Gesundheitseinrichtung geworden“, weiß Nathalie Feldbacher von Fitness Reiser mit Studios in Wieselburg, Scheibbs und Ybbs.

„Viele Leute gehen ins Fitnessstudio, um aktiv für ihre Gesundheit zu arbeiten. Aus dieser Routine sind sie jetzt herausgerissen worden. Das ist für viele bitter, weil es um die Erhaltung ihrer Lebensqualität geht. Jetzt sehen sie sich wieder mit körperlichen Problemen konfrontiert, die sie eigentlich schon los waren“, berichtet Feldbacher.

Mehr als neun Monate waren die Fitnessstudios seit Pandemiebeginn bislang geschlossen. Dass sie ihre Studios am 13. Dezember wieder öffnen dürfen, damit rechnet Franz Reiser nicht. Wirtschaftlich ein immenser Schaden. „Das werden wir noch lange spüren und geht an die Substanz. Wir haben zum Glück sehr treue Mitglieder und buchen auch in diesem Lockdown wieder keine Beiträge. Dadurch ist die natürliche Fluktuation bei uns zwar eher gering, dennoch haben wir seit Pandemiebeginn relativ viele Mitglieder verloren. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass Training und Fitness in Zukunft wieder einen höheren Stellenwert haben werden“, sagt Franz Reiser.