Gastronom Ludwig Kleinlehner: Von der Wiesn zum Volksfest

Erstellt am 28. Juni 2022 | 15:26
Lesezeit: 3 Min
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Der 55-jährige Reinsberger Ludwig Kleinlehner ist heuer erstmals der Festwirt am Wieselburger Volksfest. Im Bild beim NÖN-Lokalaugenschein am vergangenen Sonntagnachmittag.
Foto: zVg
Ludwig Kleinlehner, der zehn Jahre lang die Wiener Wiesn mitaufgebaut hat, ist der neue Festwirt beim Wieselburger Volksfest. Neuigkeiten gibt es beim Rahmenprogramm. Der für Freitag geplante Auftritt von Gernot Kulis wurde kurzfristig auf März 2023 verschoben.
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Wenn am Mittwoch um 20 Uhr Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner den Bieranstich für das diesjährige, neu konzipierte Wieselburger Volksfest vornehmen wird, dann wird auch ein neuer Festwirt mit auf der Bühne stehen: der Reinsberger Ludwig Kleinlehner ist heuer erstmals Festwirt beim Volksfest.

Dabei ist das Wieselburger Volksfest für den 55-Jährigen kein Neuland. Seit 2013 führt er mit seiner in Waidhofen gemeldeten „Zum Ludwig Gastronomie GmbH“ und seinem Geschäftspartner den Winzerstadl beim Volksfest. Auch heuer wird er den Winzerstadl neben dem großen Ludwigs Festzelt betreiben. Hinzu kommen noch die Moser-Hütte und eine weitere Ausschank bei der Festival-Bühne.

Im Festzelt selbst haben inklusive Terrasse rund 1.000 Besucher Platz. Dabei ist dieses heuer etwas neu angeordnet. „Der Eingang ist hin zur Erlauf. Wir wollen offen sein für alle, die über die Brücke kommen“, schildert Kleinlehner bei einem Vor-Ort-Lokalaugenschein mit der NÖN vier Tage vor dem Bieranstich. Da steht dort allerdings bislang nur das leere riesige Zelt. „Bis Mittwoch ist alles fertig“, lächelt Kleinlehner.

Apropos Zelt: Das passende Festzelt zu bekommen, war heuer gar nicht so einfach. „Wir wollten eigentlich ein anderes Zelt und hätten es auch rechtzeitig reserviert, doch aufgrund der langen Lieferzeiten, kam der Zeltbauer in Schwierigkeiten. So mussten wir kurzerhand umdisponieren“, sagt Kleinlehner, der in den kommenden Tagen beim Volksfest insgesamt rund 100 Mitarbeiter beschäftigt hat.

Vom neuen Volksfest-Konzept erhofft er sich einiges. „Ich glaube, dass dies durchaus aufgehen wird. Gerade die Jungen sind hungrig nach solchen Veranstaltungen. Die Messe und wir Gastronomen (Anmerkung: Die Eventagentur Mado aus Mank betreibt die Gastronomie bei der Party Arena) bieten hier ein tolles Programm, das sich wirklich sehen lassen kann“, sagt Kleinlehner. Stimmungskanonen wie „Die Sumpfkröten“ (Mittwoch) oder „Die Draufgänger“ (Donnerstag) gehörten schon bei Kleinlehner auf der Wiener Wiesn zur Standardbesetzung.

Apropos Wiener Wiesn: Dort hat es sich für Kleinlehner nach zehn Jahren Aufbauarbeit und zwei Jahren Pandemie „ausgespielt“. Denn der bisherige Wiener-Wiesn-Veranstalter Christian Feldhofer bekam von der Stadt Wien nicht mehr den Zuschlag für das Fest. Stattdessen soll es heuer beim Prater erstmals die „Kaiser Wiesn“ geben. Allerdings ohne Kleinlehner. „Dieses Thema ist für mich abgehakt. Wir haben andere große Feste an Land gezogen und haben uns auch verstärkt auf den Großcatering-Bereich für Veranstaltungen von 350 Besuchern aufwärts spezialisiert“, sagt Kleinlehner.

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