Gewinne Michael Scheruga-Konzertkarten!. Interview Michael Scheruga, Sänger und Mastermind der Kultband Ungebleicht (Putzibär, Willkommen in Österreich), kehrt nach mehr als zehn Jahren auf die Kabarettbühne zurück.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 03. November 2016 (05:00)
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Die Leidenschaft für die Bühne, eine besondere musikalische Ader und sein Humor sind die Triebfedern für das neue Kabarettprogramm des 43-jährigen Michael Scheruga.
Karin Maria Heigl

Mit der Gitarre bewaffnet, viel Rock ‘n’ Roll im Blut und höchstmotiviert feiert Michael Scheruga (43) sein Comeback auf der Kleinkunstbühne und präsentiert sein neues Kabarettprogramm „Liebe, Sex und Wirtschaftskrise“ am 11. und 12. November im Kulturhof Aigner (KIB 8). Dabei stellt er sich den essentiellen Fragen des Lebens, wie zum Beispiel, ob man als Sozialist immer mit dem linken Fuß aufstehen muss oder weshalb das Corona so ungemein schnell durch den Körper geht. Rechtzeitig zur Premiere erscheint auch das gleichnamige Studioalbum. NÖN-Mitarbeiterin Karin Maria Heigl bat den Wieselburger Künstler vorab zum Gespräch.

NÖN: Michael Scheruga ist vielen Wieselburgern als Musikalischer und Kreativer bekannt. Jetzt präsentiert er ein neues Bühnenprogramm und eine CD. Worauf darf sich das Publikum freuen?

Michael Scheruga: Auf Liebe, Sex und Wirtschaftskrise! Auf einen sehr unterhaltsamen, abwechslungsreichen und vor allem lustigen Abend.

Warum gerade Kabarett? Wie ist die Idee entstanden?

Scheruga: Das Genre reizt mich ungemein, weil der Hofnarr quasi alles sagen darf, was er denkt. Diese Form der Kunst, die Bezug nimmt auf den aktuellen Alltag und das Leben, fasziniert mich schon seit vielen Jahren und ich habe ja auch früher schon Kabarett gespielt und kann auf zwei eigene Programme zurückblicken. Mittlerweile bin ich Vater von drei Kindern, aber die Idee, irgendwann wieder ein eigenes Kabarett zu machen, hat mich nie ganz losgelassen. Vor allem nach dem Shakespeare, den wir heuer gespielt haben, hab ich große Lust auf die Theaterbühne.

Hinter jedem Kabarettisten steckt auch ein Philosoph. Was ist ihre Philosophie?

Scheruga: Es gibt ein Zitat von Erasmus von Rotterdam, das meine Einstellung sehr gut widerspiegelt. Da heißt es „die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit“. Ich glaube, das passt sehr gut zu mir und auch zu unserer Zeit, wo es sehr viele Herausforderungen gibt.

Wie lange haben die Vorbereitungen gedauert und was hat alles dazu gehört?

Scheruga: Ich arbeite seit gut einem Dreivierteljahr an dem Projekt. Neben dem Schreiben der Lieder und des Programmes, war es wichtig jemanden für die Regie zu finden. Mit Klara Steinhauser und Didi Hörmann konnte ich das perfekte Regie-Team für meine Show gewinnen. Natürlich musste ich einen Produzenten und Musiker für die Produktion des dazugehörigen Albums bekommen. Dazu brauchte ich auch Sponsoren und jemanden, der bei Booking und Promo mitarbeitet. Neben all dem noch dafür zu sorgen, dass der Haussegen in der Familie nicht schief hängt, war schon eine Herausforderung. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang meiner Frau Gabriela, die mich enorm unterstützt und mir im Familienalltag sehr viel abgenommen hat.

Welches Team steht im Hintergrund? Bei der CD-Aufnahme sind ja erfahrene Musiker im Spiel, nicht wahr?

Scheruga: Matthias Simoner (Gitarrist und Bandleader bei Christina Stürmer) hat mein Album produziert. Er hat quasi die Creme de la Creme der heimischen Musikerszene zu sich ins Studio geholt: Christian Ziegelwanger, Josef Wagner, Gerald Dallhammer, Johannes Krasanovsky, Christof Unterberber und Ulrich Schmalzl, der mich bei den Live-Auftritten auf der Bühne begleitet. Besonders stolz bin ich auf das jüngste Mitglied der CD-Produktion, meine 10-jährige Tochter Paula Scheruga, die mich als Chorsängerin unter-stützt hat. Sie hat das wirklich großartig gemacht.

Haben Sie mit jemandem aus diesem Team früher schon mal zusammengearbeitet?

Scheruga: Ja! Mit Matthias Simoner und Ulrich Schmalzl arbeite ich seit Beginn meiner musikalischen sowie kabarettistischen Gehversuche zusammen. Beide sind meine Trauzeugen, „best friends“ und Gründungsmitglieder von Ungebleicht. Unser gemeinsames „Ungebleicht“-Album mit den Hit-Singles „Putzibär“ und „Willkommen in Österreich“ (beide waren viele Wochen in den Austria Top 40 Charts, Willkommen in Österreich erhält in Kürze sogar gold) kann bei meinen Kabarettauftritten ebenfalls erstanden werden.

Eine besondere Überraschung wartet auf alle Fans–können Sie darüber schon etwas verraten?

Scheruga: Es ist eigentlich kein Geheimnis: Wir brauen passend zur Produktion ein eigenes Bier. Mein Brauerei-Kollege Max Gleiss hilft mir dabei. Und beim Merchandising-Stand nach den Vorstellungen bekommt jeder, der sich eine CD kauft, eine Flasche „Micha Ale“ gratis dazu.