Grünes Licht für Messen im Herbst. Nach Stillstand seit der Ab Hof in Wieselburg, drei Monaten Zwangspause und intensiven Gesprächen mit Vertretern der Bundesregierung und Wirtschaft gibt es nun positive Signale.

Von Christian Eplinger. Update am 25. Juni 2020 (08:47)
Die Ab Hof 2020 (hier im Bild) war die letzte Messe, die vor Corona npch über die Bühne gehen konnte ...
Christian Eplinger

Die Ab Hof 2020 war die letzte Veranstaltung die eine Woche vor dem Corona-Lockdown noch am Wieselburger Messegelände über die Bühne ging. Seit damals herrscht Stillstand.

Ein Stillstand, der den Messeveranstaltern, den vielen Serviceunternehmen und vor allem auch den Ausstellern die Geschäftsgrundlage entzogen hat. Zudem war eine Planung für den Herbst unmöglich.

Tichy-Treimel über Planungssicherheit erfreut

Seit der Covid-Lockerungsverordnung vom 13. Juni blickt man bei den Messeveranstaltern wieder optimistischer Richtung Herbst. „Die erreichten Regelungen sind ein wichtiger Schritt und geben den ausstellenden Firmen, den Besuchern und den Messeveranstaltern in ganz Österreich die nötige Planungssicherheit“, zeigt sich die Vorsitzende der „Messen Austria“ Sabine Tichy-Treimel erfreut.

Der Zeitdruck war und ist immer noch sehr hoch, denn Messen brauchen einen ausreichenden Planungsvorlauf. „Wir gehen mit Hochdruck mit unseren Ausstellern und Partnern in die weitere Planung der Messen im Herbst und werden die Maßnahmen in den einzelnen Covid-19-Präventionskonzepten gezielt ausarbeiten“, erklärt auch Werner Roher, Geschäftsführer der Messe Wieselburg.

Keine Obergrenze und keine Maskenpflicht

Die wesentlichen Lockerungen sind, dass es keine Besucherobergrenze und keine Voll-Registrierung für Besucher gibt, sowie die generelle Maskenpflicht für Besucher von Fach- und Publikumsmessen entfällt. Entscheidungen über Maßnahmen und Präventionskonzepte werden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden zu treffen sein.

Damit steht auch fest, dass die für den Standort Wieselburg im Herbst geplanten Messen durchgeführt werden können. Die Vorbereitungen für die „Schule & Beruf – Fachmesse für Aus- und Weiterbildung“ (8. bis 10. Oktober), die „Bau & Energie – Fachmesse für nachhaltiges Bauen und Wohnen“ (16. bis 18. Oktober) und die „Bio Österreich – Spezialmesse für biologische Produkte und Nachhaltigkeit“ (14. und 15. November) laufen jedenfalls auf Hochtouren.

Messedirektor Werner Roher: „Wir sind sehr zuversichtlich – trotz des schwierigen Umfelds – qualitativ hochwertige Messen anbieten zu können und freuen uns, einen Schritt zur Normalität machen zu können. Mit den Präventivkonzepten werden wir alle behördlichen Vorgaben erfüllen, um die Sicherheit unserer Besucher und Aussteller zu gewährleisten.“

Gute Nachrichten für zahlreiche Betriebe

Auch Tourismuslandesrat Jochen Danninger begrüßt die von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger vorgestellten weiteren Lockerungsschritte in der Tourismus- und Messewirtschaft. Ab September sollen Veranstaltungen mit bis zu 5.000 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 10.000 Personen im Freiluftbereich möglich sein.

Ausbau in Niederösterreich: Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Landesrat Jochen Danninger.
Paul Gruber

Fach- und Publikumsmessen sind mit Bewilligung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zulässig. „Für den Messestandort in Niederösterreich bringt dieser Schritt die lange erwartete Planbarkeit. Und auch die Eventbranche kann endlich wieder aufatmen. Größere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen können ab 1. August stattfinden.

Das sind sehr gute Nachrichten für die zahlreichen Betriebe, die auf die Geschäfte und Kontakte im Zuge von Messen und Events angewiesen sind und auch für die vielen Mitarbeiter, die in diesen Branchen in Niederösterreich tätig sind.

Auch die weiteren Lockerungen im Bereich der Maskenpflicht für Gastronomie-Mitarbeiter werden von Landesrat Danninger begrüßt: „Gerade jetzt im Sommer bringt das Maskenpflicht-Aus eine spürbare Erleichterung für die Mitarbeiter. Unsere Gastgeber können ihre Gastfreundschaft somit wieder uneingeschränkt ihren Gästen zeigen. Gleichzeit ist unsere Eigenverantwortung stärker gefordert. Wir müssen weiterhin Abstand halten, um Infektionen zu vermeiden.“