Handel wieder offen: Massen blieben zum Glück aus. Pünktlich vor Weihnachten durfte der Handel am Montag öffnen. Die NÖN war am ersten Shoppingtag in Wieselburg.

Von Anna Faltner. Erstellt am 08. Dezember 2020 (18:12)

Früher Montagnachmittag, Verkehr wie gewohnt. Das heißt, an den Ampeln heißt es Warten, der Lockdown ist offensichtlich vorbei. Entgegen so mancher Erwartungen blieb der Massenansturm in den Geschäften aber aus. An allen Eingängen ist genau definiert, wie viele Kunden sich im Geschäft aufhalten dürfen. So extrem voll war es nicht, dennoch mussten ein paar Kunden (in eigener Verantwortung) kurz anstehen, bevor es ins Geschäft ging.

Erster Stop: Intersport im City Center. „Es war ein normaler Einkaufstag, so wie es eben vor Weihnachten ist. Die Leute tragen ihre Masken und halten Abstand. Wir hatten kein Chaos“, erzählt Mitarbeiterin Margarete Wurm. Um auf Nummer sicher zu gehen, waren am Montag dennoch mehr Mitarbeiter eingeteilt, als es sonst der Fall ist. Vom befürchteten Ansturm blieb auch das Juweliersgeschäft „LeClou“ verschont. „Das Geschäft läuft gut, aber es ist nicht so schlimm, wie man es zum Teil erwartet hat. Wir sind einfach froh, dass wir wieder arbeiten können und unseren Rhythmus wieder haben“, erzählt Verkäuferin Marion Scheuchelbauer.

Ein paar Schritte weiter berichtet Steinecker-Filialleiterin Laura Handl ähnliches: „Wir haben schon mit einem Ansturm gerechnet. Es war auch wirklich viel los, auch gleich in der Früh. Aber überrannt wurden wir nicht. Wir sind zufrieden, es wurden auch schon viele Weihnachtsgeschenke, vor allem für Herren und Buben, gekauft.“ Die Öffnung der Geschäfte sei vor allem vor Weihnachten ein wichtiger Schritt gewesen. „Wir freuen uns, wieder hier zu sein“, betont Handl.

Weiter geht es mit dem NÖN-Lokalaugenschein Richtung Hauptplatz. Eine kleine Schlange mit drei Personen wartet darauf, die Hartlauer-Filiale betreten zu können. Vorbildlich. Viel los ist auch in der Buchhandlung von Brigitte Fragner. Sie hat alle Hände voll zu tun, verrät aber in einer ruhigen Minute, dass sie am ersten Tag schon viele ihrer Kunden begrüßen durfte.

„Es ist schön, wieder für die Kunden da zu sein“

Beim Besuch bei Daniela Lebhard in ihrem Schuhgeschäft „Bellissimo“ wird man ebenfalls gleich auf das Maximum an Personen (in dem Fall sechs) hingewiesen. Von einem besonderen Andrang hat Lebhard nichts bemerkt. „Ein paar Kunden konnte ich aber schon zufriedenstellen. Und es ist einfach schön, wieder für die Kunden da zu sein“, sagt sie. Derselben Meinung ist auch Irene Zehetner, die in der „Kleiderei“ für den richtigen Look sorgt. Sie befürchtet, dass manche Kunden durch die Geschäftsschließungen auch mehr online eingekauft haben. „Viele Geschäfte werben daher schon jetzt mit dem Abverkauf. Das ist normal erst nach Weihnachten. Wir machen das nicht. Schon vor dem Lockdown hatten wir einige Weihnachtseinkäufer, im November war es echt voll. Unsere Aktionen führen wir daher so wie immer“, schildert Zehetner.

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