Homepage-Zusatz-Modul sorgt für Polit-Zündstoff. Geplante App soll Prototyp werden. Einigen Wieselburger ÖVP-Mandataren ist sie aber zu teuer.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 22. April 2021 (05:01)
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NOEN, Symbolbild

Andreas Reichl und die Firma Leerzeichen (Roman Dachsberger) überarbeiten für die Stadtgemeinde gerade die Gemeindehomepage. Bis Sommer soll Wieselburg einen völlig neuen Webauftritt erhalten, der sich durch eine sehr klare Struktur aller Inhalte und eine äußerst benutzerfreundliche Art von anderen Homepages abheben soll.

Zuletzt sorgte im Gemeinderat ein Zusatzmodul für Diskussionen. Denn der Gemeinderat vergab den Zusatzauftrag für die Programmierung einer WebApp für Arbeitnehmer ebenfalls an die Arbeitsgemeinschaft Reichl und Dachsberger. Kostenpunkt für diese WebApp: 51.950 Euro, wobei die Arbeiterkammer Niederösterreich dieses Projekt mit 50 Prozent fördert. Denn „diese Wieselburger WebApp soll ein Prototyp werden, die künftig auch andere niederösterreichische Gemeinden als Vorbild nutzen können“, erklärt Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ).

Einigen ÖVP-Mandataren war diese Web App aber dann trotz der AKNÖ-Förderung zu teuer. Vier der sechs anwesenden ÖVP-Gemeinderäte stimmten gegen diesen Zusatzauftrag. „Das ist schon ein stolzer Preis für ein einzelnes Modul“, meinte etwa ÖVP-Gemeinderat Helmut Brandl.

Doch was ist das Besondere an dieser WebApp? Die NÖN fragte bei Gabriela Dorn-Scheruga, die von der Gemeinde das Projekt Homepage betreut, nach.

„Durch die Web App wird eine personalisierte Seite generiert. Der Nutzer gibt einige relevante Informationen zu seiner Person ein und bekommt dadurch eine für ihn eigens generierte Seite, die die wichtigsten Informationen und Angebote für ihn darstellt. Vom Job- über das Gastro- und Einkaufs- bis hin zum Freizeitangebot – genau passend zu seinem Profil“, erklärt Dorn-Scheruga.

Aber auch welche kulturellen Veranstaltungen könnten in nächster Zeit für ihn interessant sein? Welche Vereine entsprechen seinen Interessen? Welche Bildungsmöglichkeiten gibt es für ihn und seine Familie? „All das kann der User abfragen, speichern und jederzeit neu anpassen“, schildert Dorn-Scheruga den enormen Programmieraufwand, der hinter der WebApp steckt. Diese soll übrigens bis Ende des Jahres einsatzbereit sein.