Innovation Farm: Wissen für die Praxis generieren. Zu einjährigen Geburtstag kam Ministerin Köstinger. Landwirte sollen von Digitalisierung in allen Bereichen profitieren.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 13. Juni 2021 (09:22)

Ein Feldroboter, der – mit Sonnenenergie angetrieben – biologisch Zuckerrüben automatisch ansät, die Beikrautregulierung übernimmt. Ein Sammelroboter zum automatischen Entmisten in Rinderlaufställen. Zwei von etlichen Projekten, die die Innovation Farm im ersten Bestandsjahr entwickelt und dokumentiert hat. Die Innovation Farm beschäftigt sich mit neuen Technologien, Trends und Entwicklungen und macht diese für die Landwirtschaft sichtbar, greifbar und vor allem anwendbar.

„Wir generieren Wissen in Projekten, die in weitere Folge den Landwirten oder auch den Tieren zugute kommen und versuchen so, auch das Management in der Landwirtschaft zu verbessern“, schildert Heinrich Prankl, Geschäftsführer vom Josephinum Research.

Zum einjährigen Jubiläum präsentierte sich die Innovation Farm mit einer Leistungsschau bei der BLT Wieselburg und einer Online-Veranstaltung. Vor Ort diskutierten dabei unter anderem Bundesministerin Elisabeth Köstinger mit den beiden Agrarlandesräten Stephan Pernkopf (NÖ) und Johann Seitinger (Steiermark) sowie dem online zugeschalteten österreichischen Landwirtschaftskammerpräsidenten Josef Moosbrugger.

„Die Robotik wird die Landwirtschaft der Zukunft prägen. Nicht nur Großbetriebe, sondern auch die vielen kleinen mittelständischen Betriebe“, zeigte sich Köstinger überzeugt und knüpft drei große Erwartungen an die Innovation Farm: Arbeitserleichterung für die Landwirte, eine höhere und nachhaltigere Wertschöpfung durch Präzisionslandwirtschaft und eine weitere Verbesserung des Tierwohls. „Digitalisierung ist kein Allheilmittel, aber sie bietet einfach in allen Bereichen sehr sehr viele Chancen“, ist auch Pernkopf überzeugt.

Wie sehr Digitalisierung auch für glückliche Tiere sorgen kann, unterstrich Franziska Fröschl, Landwirtin aus Grein. „Unsere Kühe lieben die 24-Stunden-Bereitschaft des Melkroboters. Sie können melken und fressen gehen, wann sie wollen und sind nicht der Laune des Bauern ausgesetzt. Dank Technik haben unsere Kühe immer gute Laune“, sagte Fröschl mit einem Lächeln.