Keinen Unterhalt für Kinder: „Hat mit Trinken zu tun“

Erstellt am 15. April 2018 | 05:00
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Alkohol Symbolbild
Foto: Symbolbild
Seit 2013 hatte ein Wieselburger für seine Kinder kaum Alimente bezahlt.
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Nur teilweise oder gar nicht war ein Wieselburger seit September 2013 den Unterhaltspflichten für seine beiden Kinder nachgekommen. Aus Krankheitsgründen, wie er Bezirksrichter Oliver Baumschlager versicherte.

„Das hat alles mit dem Trinken zu tun. Ich war lange alkoholkrank, habe auch mehrere Entzüge gemacht“, schildert der zweifache Vater seine jüngste Vergangenheit. Seit dem letzten Entzug Ende vergangenen Jahres sei er trocken und werde es nun auch wieder zu arbeiten beginnen. „Ich habe mich bereits bei mehreren Bauunternehmen als Schalungszimmerer beworben und habe gute Chancen, genommen zu werden“, erklärt der Angeklagte.

„Wenn Sie nicht zahlen, muss es der Staat, also der Steuerzahler, durch den Unterhaltsvorschuss für Sie tun“, mahnt der Richter. „Wissen Sie denn überhaupt, dass Sie schon Rückstände von über 26.300 Euro angehäuft haben? In Ihrem Fall handelt es sich um ein Dauerdelikt. Wenn Sie weiter nicht zahlen, droht Ihnen bald eine Gefängnisstrafe.“

Eine Freiheitsstrafe wird angesichts der Länge des Delikts zwar verhängt, fällt aber mit acht Wochen recht mild aus und wird außerdem bedingt auf vier Jahre ausgesprochen. „Sie bekommen das Gerichtsurteil schriftlich zugestellt. Hängen Sie es sich irgendwo auf, wo Sie es immer sehen, damit es Sie daran erinnert, was passiert, wenn Sie weiter nicht zahlen“, gibt der Richter dem Angeklagten mit auf den Weg.

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