„Kinder-Campus“ ist geplant . Land gibt grünes Licht für einen dritten Kindergarten in der Getreidestraße in Wieselburg.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. August 2020 (04:01)
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Die Stadtgemeinde Wieselburg wächst. Knapp 400 Einwohner haben sich alleine in den letzten fünf Jahren in Wieselburg angesiedelt. Aktuell hält die Stadt bei 4.251 Einwohnern und ist damit bevölkerungsmäßig die zweitgrößte Gemeinde des Bezirks nach Purgstall (5.373 Einwohner), bereits relativ deutlich vor Scheibbs (4.134 Einwohner).

Logisch, dass mit diesem Wachstum auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen steigt. „Unsere beiden Kindergärten platzen aus allen Nähten. Aktuell haben wir im Kindergarten Handel-Mazzetti-Weg vier Gruppen und im Kindergarten Breiteneich zwei Gruppen. Hinzu kommen das zweigruppige Kinderhaus für Kinder von ein- bis zweieinhalb Jahren sowie der Betriebskindergarten der Firma ZKW. Noch kommen wir gerade über die Runden. Aber auch im Kinderhaus wird der Bedarf immer mehr“, weiß SP-Bürgermeister Josef Leitner.

Seit Längerem hegt er daher mit seinem Stadtratsteam bereits Pläne für einen Neubau eines weiteren, dritten Kindergartens. Mit der Amstettner Siedlungsgenossenschaft „Die Siedlung“ hat man auch einen Kooperationspartner gefunden. „Die Siedlungsgenossenschaft hat im Bereich Getreidestraße noch ein 6.000 m großes Grundstück. Einen Teil davon wollen wir für einen zweigruppigen neuen Kindergarten nutzen, der ebenerdig gebaut und auf bis zu vier Gruppen erweiterbar geplant wird. Daneben soll das Kinderhaus, das wir aus dem jetzigen Standort übersiedeln wollen, in ein Wohnobjekt integriert und ausgebaut werden. Darüber kann die Genossenschaft dann Wohnungen errichten“, erläutert Leitner.

Projekt soll bis 2021 fertiggestellt sein

Wichtig ist ihm, dass zwischen Kindergarten und Kinderhaus auch eine große, grüne Insel übrig bleibt, die einerseits als Freibereich für die beiden Einrichtungen genutzt werden kann und andererseits auch für die Bewohner der dortigen Siedlungen Naherholungsraum ist. „Wir haben uns mit der Siedlungsgenossenschaft auch schon geeinigt, dass dieses anvisierte Grundstück nicht verbaut wird. Ich möchte, dass dort ein echter Kinder-Campus entsteht“, sagt Leitner und möchte, dass dieses Millionenprojekt trotz Corona rasch realisiert wird. „Mit September 2021 sollten die ersten Kinder den neuen Kindergarten besuchen können. Der Platzbedarf ist da. Und wo ein vorübergehendes Provisorium zu machen, widerstrebt mir eigentlich“, betont Leitner.

Seit der Vorwoche hat auch das Land dem Projekt die Zustimmung erteilt und eine entsprechende Förderung zugesichert. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug, der das Projekt beschließen muss, damit es in die Detailplanung gehen kann.