Kino-Juniorchefin: "Kino ist mehr als Filme schauen".   Die Österreicher gehen nach wie vor ins Kino, um die neuesten Filme auf Leinwand zu erleben.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 05. Dezember 2017 (05:33)
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„Kino punktet mit großen Filmen und modernster Technik, das schätzen auch die Besucher in Wieselburg“, sind Alexandra und Benjamin Schützenhofer überzeugt. Sie sind mit dem Kino mal vier aufgewachsen, die Leidenschaft dafür ist ihnen in die Wiege gelegt.
NOEN, Karin Maria Heigl

Kino ist Leidenschaft pur. Bei vielen Österreichern steht dieses Freizeitvergnügen mit den neuesten Filmen, Popcorn und Cola hoch im Kurs. Karin Maria Heigl hat sich mit den Juniorchefs des Kino mal vier, Alexandra und Benjamin Schützenhofer,  über die Stärken von Big Screen, Dolby Sourround und Kino als Erlebnis unterhalten.

Jeder 4. Österreicher geht mindestens einmal im Monat ins Kino, am liebsten am Samstag. Wie steht es um die Besucherfrequenz in Wieselburg?

Benjamin Schützenhofer: Der Samstag ist auch bei uns der beliebteste Tag, gefolgt vom Freitag und dem Sonntag. Unter der Woche ist in unserem Kino der Mittwoch gut besucht, was sicher auch an den Veranstaltungen des Filmklubs Wieselburg liegt.

Laut Studie geben die Kinobesucher im Schnitt 20 Euro aus – inklusive Popcorn, Getränke und so weiter? Wie schaut das in Wieselburg aus? Ist Popcorn für die Besucher hier ein Muss?

Alexandra Schützenhofer: Für die meisten Kinder ist Popcorn ein Muss. Unser immer frisch zubereitetes Popcorn lieben aber auch viele Erwachsene - außerdem gehören Limonaden und Süßigkeiten dazu.

Was „kostet“ dem Einzelnen ein Kinobesuch?

Alexandra Schützenhofer: Je nach Film kosten Kino-Karten ab 9 Euro. Ein halber Liter Limonade und ein mittleres Popcorn kosten zusammen 6,60 Euro.

Im Vergleich zu Theater oder Musical ist das sehr günstig, im Vergleich zu Netflix & Co. aber relativ teuer. Wie schwer ist es, neben dieser Konkurrenz zu bestehen? Womit punktet das Kino?

Alexandra Schützenhofer: Unser Kino mal vier in Wieselburg ist ein Premierenkino. Das heißt, dass wir sämtliche Blockbuster und einen großen Teil der Neu-Erscheinungen gleichzeitig mit den Landeshauptstädten starten. Kino ist ja auch wesentlich mehr als nur einen aktuellen Film zu sehen – Kino ist Fortgehen, Freunde treffen, gemeinsam etwas unternehmen, Zeit miteinander verbringen.

Im Kino mal vier sind Säle und Technik immer auf dem neuesten Stand. Da stecken viele Investitionen dahinter. Wodurch rechnet sich das Kinogeschäft?

Benjamin Schützenhofer:  Die Technik macht sehr viel aus und liegt uns sehr am Herzen. Wir versuchen in diesem Bereich immer auf dem neuesten Stand zu sein und das schätzen die Kinobesucher auch. Eine Leinwand, die die gesamte Saalbreite umfasst, lichtstarke Projektoren und bestmöglicher Sound sind die wichtigsten Zutaten für ein perfektes Kinoerlebnis. Wir bieten auch einen Saal mit Dolby-Atmos®, das ist schon wirklich der Premiumbereich.

Alexandra Schützenhofer: Sehr wichtig ist auch der Komfort in den Sälen. Das ganze Haus ist voll klimatisiert und ein Reihenabstand von 1,2 Metern bei den Sitzen macht es sehr bequem.

Welche Rolle spielt die Auswahl der Filme? Bringen Blockbuster die meisten Einnahmen?

Benjamin Schützenhofer: Blockbuster wie etwa „Fack ju Göhte“, „Fast & Furious“, „Fifty Shades of Grey“ oder „Die Minions“ bringen sehr viele Besucher ins Kino und somit natürlich auch die meisten Einnahmen. Blockbuster ist ja laut Duden auch „etwas, das außergewöhnlich erfolgreich ist, sich auf dem Markt gut verkauft“. Österreichische Filme wie etwa „Die Wilde Maus“ von und mit Josef Hader oder die Dokumentation „Bauer unser“ brauchen sich aber auch nicht zu verstecken.

Filme aus der Alternativszene liegen vielerorts auch im Trend, Programmkinos stehen gar nicht so schlecht im Kurs. Ist das ihrer Ansicht nach nur Liebhaberei?

Alexandra Schützenhofer: Programmkinos sind ein wichtiger Bestandteil der Kino-Landschaft. Um gewinnbringend geführt zu werden, benötigen sie ein sehr großes Einzugsgebiet beziehungsweise als Standort eine sehr große Stadt. Wir selbst sind sehr filmbegeistert und daher bemühen wir uns auch, Filme jenseits des Mainstreams in unserem Kino zu zeigen.

Im Kino mal vier gibt es als Filme für jeden Geschmack. Der Filmklub Wieselburg ist diesbezüglich ein wertvoller Partner. Was bedeutet Ihnen diese „Kooperation“?

Alexandra Schützenhofer: Seit der Eröffnung unseres Kino mal vier in Wieselburg im August 1999 – das sind jetzt schon 18 Jahre – ist unser Haus die Spielstätte des Filmklubs Wieselburg und für uns ist das ein wichtiger Teil unseres Angebotes.

Benjamin Schützenhofer: Der Filmklub wendet sich an jene Filmliebhaber, die abseits der typischen Hollywood-Pfade wandeln wollen und sich für Filme interessieren, die außerhalb von Großstädten kaum gezeigt werden.

Ist in der kalten Jahreszeit im Kino mehr los als im Sommer? Wenn ja, wie groß ist der saisonale Unterschied?

Die Jahreszeit spielt eigentlich keine große Rolle. Es geht den meisten um die gebotenen Filme.

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